Hier findet Ihr alle Informationen zum Jubiläum

70 Jahre Perleberger Handball

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Der Perleberger Handballpionier Siegfried Timm (links) bekam

von Bürgermeisterin Annett Jura eine Flasche Kräuterschnaps.

KSB-Geschäftsführerin Birka Eschrich, mit den ausgezeichneten

Ronald Kell, Robert Kazmierczak und Silvia Buss, sowie KSB-Chef Christian Kube.

FOTOS: STEFAN PEGLOW (2)

 

von Stefan Peglow ("Märkische Allgemeine Zeitung" vom 08.10.2016)

 

Perleberger Handballer beenden Jubiläumsfeierlichkeiten
Mehrere Auszeichnungen und Geschenke werden auf abschließender Festveranstaltung überreicht

 

Die Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg begehen in diesem Jahr das 70-jährige Bestehen ihres Sports in der Rolandstadt. Zum Höhepunkt und Abschluss der dazu seit Mai ausgerichteten Feierlichkeiten und Sportveranstaltungen trafen sich nun aktive wie ehemalige Handballer mit ihren Freunden, Anhängern und Unterstützern zu einer geselligen Feier im Perleberger „Belo Holrizonte“. Handball-Abteilungsleiter
Jörg Domagala freute sich darüber, zum Abschluss der Feierlichkeiten 120 Sportler und Gäste begrüßen zu können: „Am Vormittag haben wir bei unserem Sportfest
schon knapp 100 Teilnehmer gezählt, das war schon toll. Über die Resonanz auf unsere Jubiläumsfeier freue ich mich aber besonders.“

Das sei nicht ungewöhnlich für die Handballer, meinte kurz darauf Annett Jura, die Bürgermeisterin der Stadt Perleberg: „Schließlich blicken die Handballer auf eine
lange Geschichte zurück, die in der Sportchronik der Stadt schon 30 Seiten einnimmt.“ In der Chronik werde deutlich, dass die Handballer schon immer gut und gern in großer Runde zu feiern wussten. Jura lobte die Nachwuchsarbeit beim SV Blau-Weiß, die von vielen Ehrenamtlern unentgeltlich geleistet wird, und überreichte an Domagala in Anerkennung eine kleine Geldspende für die Jugendarbeit. Für Perlebergs Handballpionier Siegfried Timm, der im September 1946 schon beim ersten offiziellen Handballspiel in der Rolandstadt dabei war, hatte sie einen Kräuterschnaps mitgebracht. Auch die anderen Gäste waren natürlich nicht mit leeren Händen gekommen. So ehrten die Geschäftsführerin und der Vorsitzende des Kreissportbundes Prignitz (KSB), Birka Eschrich und Christian Kube, gleich drei
Blau-Weiß-Mitglieder für ihr Engagement im Verein. Die bronzene Ehrennadel des KSB erhielten Silvia Buss, Robert Kazmierczak und Ronald Kell. Der SV Blau-Weiß selbst ehrte unter anderem Ute Kakstein, die über viele Jahre als Übungsleiterin tätig war, und sagte auch all seinen Sponsoren und Unterstützern in geselliger Runde danke. Der befreundete SSV Einheit Perleberg beglückwünschte die Handballer mit einem Ehrenteller, auf dem die Embleme beider Vereine zu sehen sind. Überreicht wurde er von den Vorstandsmitgliedern Karolin Torster und Frank Döring. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von Lotto Brandenburg übergaben Lotto-Verkaufsstellenleiter
Rüdiger Otto und Lotto-Gebietsleiter Daniel Haß 25 Vereinsmitgliedern des SV Blau-Weiß einen Fanschal sowie eine Spende für die Vereinskasse.
Anschließend feierten die Handballsportler mit ihren Gästen kräftig das Jubiläum.

 

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Stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Helfer des SV Blau-Weiß

erhielten Silvia Buss (2.v.r.), Robert Kazmierczak (m.) und Ronald Kell (2.v.l.)

vom Kreissportbund die KSB-Ehrennadel in Bronze.

Links KSB-Geschäftsführerin Birka Eschrich,

rechts der Vorsitzende Christian Kube.

Der Perleberger Handballpionier Siggi Timm (l.) bekommt

von Bürgermeisterin Annett Jura eine Flasche Kräuterschnaps.

Fotos: Oliver Knoll (2)

 

von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 06.10.2016)
 
Festveranstaltung krönt Jubiläum
SV Blau-Weiß Perleberg feiert „70 Jahre Handball“ mit 120 Gästen im „Belo Horizonte“ / Auszeichnungen und Geschenke
 

Mit einer Festveranstaltung beendete der SV Blau-Weiß Perleberg die Feierlichkeiten zu „70 Jahre Handball Perleberg“. Rund 120 Mitglieder erlebten im „Belo Horizonte“ einen stimmungsvollen Abend mit Auszeichnungen und gemütlichem Zusammensein. Seit Mai hatte der Verein mit verschiedenen Aktionen – wie dem Gastspiel des Drittligisten HSV – das Jubiläum begangen.

Und daran sowie an die gesamte Entwicklung der Handballabteilung erinnerten unter anderem der Vereinsvorsitzende Michael Hoheisel oder auch der Trainer der Verbandsliga-Handballer, Knut Tonagel. Zurecht mit Stolz. Auch daran, dass jetzt die Nachwuchsarbeit wieder intensiviert und eine neue C-Jugend aufgebaut wurde.

Zu einer Festveranstaltung werden auch Gäste geladen. Die kommen selten mit leeren Händen. Die Perleberger Bürgermeisterin Annett Jura überraschte Handball-Urgestein Siggi Timm mit einer Flasche Kräuter, damit dieser sich „in den kalten Tagen wärmen kann“. Der Handballnachwuchs erhielt vom Stadtoberhaupt eine finanzielle Spende in Form eines Schecks.

Der Kreissportbund zeichnete – stellvertretend für die vielen Ehrenamtler bei den Blau-Weißen – Silvia Buss, Robert Kazmierczak und Ronald Kell für ihre langjährigen Verdienste mit der Ehrennadel in Bronze aus. Der SSV Einheit Perleberg gratulierte mit einem Ehrenteller, auf dem die Embleme beider Vereine zu sehen sind. Überreicht von den Vorstandsmitgliedern Karolin Torster und Frank Döring.

Und es ging weiter: Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von Lotto Brandenburg übergab Lotto-Verkaufsstellenleiter Rüdiger Otto 25 Vereinsmitgliedern des SV Blau-Weiß einen Fanschal sowie noch eine Spende für die Vereinskasse. Der Verein selbst bedankte sich bei einigen verdienstvollen Mitgliedern mit Blumen. Dann wurde der Jubiläums-abschluss kräftig gefeiert.

Übrigens: Mangelndes Stehvermögen kann den Blau-Weißen nicht nachgesagt werden. Am Tag der Festveranstaltung hatten sich mehr als 90 Mitglieder bis in den Nachmittag hinein bereits beim Spaß- und Freizeitturnier in der Rolandhalle betätigt.

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Günter Schabrod erlebte die Anfänge des Perleberger Handballsports schon als Junge mit.

Foto: olik
 
von Oliver Knoll "Der Prignitzer" vom 24.09.2016
 
Barfuß und mit unrundem Ball
70 Jahre Handballsport in der Rolandstadt – das Perleberger Handball-Urgestein Günter Schabrod erinnert sich an die Anfangszeit
 

Mit mehreren Aktionen feierte der SV Blau-Weiß Perleberg 70 Jahre Handballsport in Perleberg. Am Sonntag in einer Woche (2. Oktober) findet die große Festveranstaltung im „Belo Horizonte“ statt. Dazu wurden durch das Organisationsteam ehemalige und aktive Handballer der Rolandstadt eingeladen, von denen viele ihr Kommen zugesagt haben.

Ein Perleberger Urgestein ist zweifelsohne Günter Schabrod. Er erlebte die Anfänge als Junge mit, begleitete den Verein über die Jahrzehnte und erstellte so eine ausführliche Chronik. Die wird nur noch übertroffen von den Erzählungen des heute über 80-Jährigen. Der Zuhörer wird auf eine Zeitreise mit Fakten, Anekdoten und aber auch mit den Problemen der zum Teil schwierigen Jahre mitgenommen.

„Eine Handballmannschaft gab es in Perleberg schon 1928. Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre wurde eine Stadtmeisterschaft ausgetragen. Daran nahmen unter anderem der Turnverein, der Verein Poseidon und ein Team der Luftwaffe“, beginnt Günter Schabrod mit einem kurzen Überblich vor dem Zweiten Weltkrieg. Er berichtet von dem ersten Sportplatz auf „Spiegelhagener Gebiet in der Nähe der heutigen Neue Mühle“. Nach Kriegsende gibt es bereits im Herbst 1945 Vergleiche mit Wittenberger Mannschaften. Einige Männer um Kurt Götsch und Siggi Timm hatten den Handballsport in Perleberg wieder angekurbelt. Die offizielle – und hier schon mehrfach erwähnte – Geburtsstunde ist das Spiel gegen das Berliner Team Prenzlauer Berg im Hagen am 1. September 1946. Auf Großfeld. Ohne Tornetze.

„Kasyltenacker“ war von Gegnern gefürchtet

Und so trug mancher Handballer eine Badehose oder es stand ein Kescher bereit, um den Ball aus der Stepenitz zu fischen. Apropos Ball: „Die waren schon anders. Zunächst musste man die Blase aufpumpen und dann zubinden. Richtig rund waren die Bälle nie. Es gab Probleme beim Prellen und auch beim Training nur einen Ball“, sagt Günter Schabrod, der 1948 mit 14 Jahren mit dem Handball begann. „Trikots wurden zwei Jahre getragen. Duschen nach Training oder Spiel? Wir haben uns in der Stepenitz gewaschen“, fügt er hinzu.

Ein weiterer Spielort kam mit dem Kasyltenplatz hinzu. Durch Arbeitseinsätze hergerichtet. Dort herrschte ab 1953 den ganzen Tag Trainings- und Spielbetrieb. Der Platz wurde sehr bald „Kasyltenacker“ genannt. Die Handballer der damaligen Zeit störte das eher wenig. „Schuhe gab es zunächst kaum, wir haben barfuß gespielt“, erinnert sich Günter Schabrod. Der Platz wurde stark genutzt und war deshalb bei den Gegnern der Perleberger, die seit 1950 in der Landesliga spielten, gefürchtet.

„In der Mitte und vor den Toren war kein Rasen mehr, am Rand stand er dagegen sehr hoch. Die Perleberger wussten, dass sie hier nicht prellen, sondern passen mussten. Die Linien waren mit Sägespäne abgestreut und nicht immer gerade“, erklärt er.

Ab 1947 gab es auch schon Turniere. Nicht nur in Perleberg, auch in anderen Ortschaften der Prignitz hatten sich Handballteams gefunden. In Rühstädt, Lenzen, Karstädt oder auch Düpow, damals eine Hochburg. Den Fans gefielen diese Vergleiche. Bei einer Pfingstveranstaltung in der Rolandstadt säumten rund 800 Fans den Platz. Und weil eben diese Turniere im Sommer so beliebt waren, wurden die Punktspiele mitunter in der kälteren Jahreszeit ausgetragen. Günter Schabrod weist auf die Großfeldpartie zwischen Glöwen und Perleberg an einem 17. Februar hin.

Aber die Turniere übten in den ersten Jahren nach Kriegsende noch eine andere Anziehungskraft aus. „Das Essen war ein zusätzlicher Anreiz. Nicht selten gab es dort als Verpflegung Erbsensuppe mit Fleisch. Und das war in diesen Zeiten selten“, blickt Günter Schabrod auf unter anderem auf sportliche Vergleiche in Groß Laasch, Rostock, Schwerin, Premnitz oder Brandenburg zurück. Die Perleberger feierten dabei zahlreiche Erfolge, wurden zum Beispiel 1954 Zweiter im Pokalwettwettbewerb um den Goldenen Traktor oder holten mit der Jugend Rang drei bei der Landesmeisterschaft. Ab 1960 wurden vermehrt Kleinfeldturniere – mit einem anschließenden Sportlerball – gespielt. Später gab es die Altherrenliga. Aus Mangel an Brandenburger Teams wurden Vergleiche mit Teams aus Niedersachsen ausgetragen. Ihr letztes Großfeldhandballspiel absolvierten die Blau-Weißen 1998 in Osterburg. Mit von der Partie der damals 71jährige Heinz Büge.

„Wir haben so lange zusammengehalten, weil es Spaß gemacht hat. Über die Jahre wurde Silvester zusammen gefeiert, gemeinsame Urlaube in Prerow an der Ostsee verbracht und auch viele Kegelabende veranstaltet“, denkt Günter Schabrod gern an diese Zeit zurück. Das ist ihm beim Erzählen anzumerken. Diese Zeitreise ist sehr interessant, sie lässt die Anfänge und die frühen Jahre des Perleberger Handballsports lebendig werden. Das haben bestimmt auch die älteren Jahrgänge so empfunden, die sich am Donnerstag im „Phönix“ trafen, um sich über die alten und neuen Zeiten auszutauschen.

 

  

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Festveranstaltung "70 Jahre Handball Perleberg"

 

Die große Festveranstaltung zum Jubiläum des Perleberger Handballs findet am

02. Oktober 2016 im "Belo Horizonte" statt.

Dazu wurden durch das Organisationsteam ehemalige und aktive Handballer Perlebergs eingeladen, von denen viele ihr Kommen zugesagt haben.

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Treffen der "alten" Handballer

 

Durch Günter Schabrod wird ein Treffen der älteren Jahrgänge organisiert.

Am 22. September 2016 treffen sich die ehemaligen Handballer und Handballerinnen um 18.00 Uhr im "Phönix", um sich über die alten und neuen Zeiten auszutauschen.

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von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 06.05.2016)

 

Urgestein und Rekordtorschütze

Ehemaliger Schweriner Stefan Schröder morgen mit dem HSV Handball U23 zu Gast bei Blau-Weiß Perleberg
 

Das Warten hat ein Ende. Mit dem Freundschaftsspiel des SV Blau-Weiß Perleberg gegen die gerade in die 3. Liga aufgestiegene U23 des HSV-Handball beginnen am morgigen Samstag um 19 Uhr in der Rolandhalle die Aktionen zum Jubiläum 70 Jahre Handball Perleberg. Für die Anhänger dieser Sportart in der Prignitz ein Leckerbissen, für die Blau-Weißen die Chance, sich nach dem Verbandsliga-Abstieg mit einem schönen Erlebnis von den eigenen Fans zu verabschieden.

Abschied von den eigenen Fans – Den hat ein Spieler in den Reihen der HSV U23 nicht genommen. Trotz Insolvenz und Rückzug vom Spielbetrieb zu Beginn des Jahres, Stefan Schröder ist den Hanseaten treu geblieben. Als einziger Akteur des ehemaligen Bundesligakaders 2015/16.

Publikumsliebling Stefan Schröder spielt seit 2005 in Hamburg. Parallel dazu absolvierte der in Elmshorn wohnende Rechtsaußen eine Ausbildung zum Immobilienmakler und schaffte sich so ein zweites berufliches Standbein neben dem Handball. Der 34-jährige Schröder ist verheiratet und hat drei Kinder. Gründe – dazu kommt die Vereinstreue – dafür, dass er beim HSV Handball geblieben ist.

Stefan Schröder begann das Handballspielen in der Jugendabteilung vom SV Post Schwerin. Anschließend wechselte der Linkshänder zur SG Flensburg-Handewitt, bei der er anfangs im Jugendbereich und später im Herrenbereich aktiv war. 2004 wechselte er auf Leihbasis zur HSG Düsseldorf, 2005 dann nach Hamburg. Seine Erfolge sind beachtlich: Deutscher Meister 2004 und 2011, Pokalsieger 2003, 2004, 2006 und 2010, Supercup-Sieger 2006, 2009, Champions League Sieger 2013 sowie Gewinner des Europapokals der Pokalsieger im Jahr 2007.

Was vielleicht nicht alle Handballfans wissen: Schröder ist mit 21 Toren in einer Partie der Rekordtorschütze der Bundesliga-Historie. Im abschließenden Spiel der Saison 2008/2009 gelang ihm beim 43:16 gegen Absteiger Stralsunder HV besagte Anzahl. Der gebürtige Schweriner übertraf damit den 26 Jahre alten Rekord des Polen Jerzy Klempel (Frisch Auf Göppingen), der im Juni 1983 gegen TuS Hofweier 19 Tore erzielt hatte.

 

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von Marcel Domagala ("Märkische Allgemeine Zeitung" vom 23.04.2016)

 

Jubiläumsfeierlichkeiten werden mit Test gegen den HSV eröffnet

Rolandstädter feiern 70 Jahre Handball an der Stepenitz mit verschiedenen Aktivitäten

 

Wenn heute Nachmittag mit dem vorerst letzten Verbandsliga-Heimspiel die Saison 2015/16 für die Herren des SV Blau-Weiß Perleberg beendet ist, dann brauchen die Handballfans in der Rolandstadt keine Angst vor einer langen Pause zu haben. Es geht fast nahtlos weiter. Anfang Mai beginnen die Aktionen für das Jubiläum
„70 Jahre Handball in Perleberg“. Und das gleich mit einem Höhepunkt:

Am 7. Mai (Sonnabend) erwarten die Blau-Weißen um 19 Uhr in der Rolandhalle die
U23 des HSV Handball zu einem Freundschaftsspiel.
Mit den Hamburgern pflegen die Perleberger Handballer schon seit Jahren freundschaftliche Kontakte. Bereits 2010 war die Hamburger U23 in der Rolandstadt, absolvierte hier ein Trainingslager und spielte gegen die Blau-Weißen. Ein Jahr später beteiligten sich die Hansestädter an einem Viererturnier in der Prignitz. Geplant und zum Teil auch schon organisiert war 2014 ein Testspiel der HSV-Bundesligahandballer anlässlich der 775 Jahrfeier Perlebergs. Dieses wurde wegen der damaligen ersten vorläufigen Insolvenz des HSV Handball abgesagt. Das ist Geschichte.

In Hamburg hat der Neuanfang begonnen. In zwei Wochen kommt der HSV als frischgebackener Drittligist in die Prignitz. Mit den Talenten und eventuell einigen Verstärkungen soll behutsam eine Mannschaft aufgebaut werden, die sich irgendwann wieder nach oben orientiert. In den HSV-Reihen sind derzeit aber nicht nur Talente aktiv. Als einzig Verbliebener des Bundesligateams mischt der frühere
Schweriner Post-Spieler Stefan Schröder weiter kräftig mit.
Kräftig mitmischen – das tun auch die Perleberger seit 70 Jahren im Handballsport. Die ein oder andere Geschichte, Gespräche mit Zeitzeugen oder auch mal ein Blick auf die Mannschaft hinter der Mannschaft in den vergangenen sieben Jahrzehnten werden wir hier an dieser Stelle in lockerer Reihenfolge in einer Art Zeitreise dokumentieren. Denn die Blau-Weißen wollen und werden ihr Jubiläum lange feiern. Jeder der kommenden Monate ist mit einem Höhepunkt bestückt. Geplant sind Turniere und eine Festwoche.


Der offizielle Beginn des Perleberger Handballsports nach dem Zweiten Weltkrieg wird auf den 1. September 1946 datiert und ist urkundlich auch belegt. Damals
standen sich im Hagen die Mannschaften von Perleberg und Prenzlauer Berg Berlin gegenüber. Gespielt wurde üblicherweise Feldhandball. Der Platz im Hagen war
nur ein Behelf und hatte seine Tücken. Verfehlte ein Wurf das Tor deutlich, dann musste der Ball schon mal mit einem Kescher aus der Stepenitz gefischt werden.
Feldhandball wurde in der Rolandstadt übrigens noch bis ins Jahr 1996 gespielt.

Der Handballsport entwickelte sich in der Folgezeit kontinuierlich. Neben den Herren schickten die Perleberger, im Laufe der Jahre unter verschiedenen Vereinsnamen,
auch Damen-, Nachwuchs- und Altherrenteams in den Spielbetrieb sowie zu zahlreichen Turnieren und freundschaftlichen Vergleichen. Ein Meilenstein der
jüngeren Geschichte des Vereins war die Eröffnung der Rolandhalle 2001. Damen und Herren schafften den Sprung bis in die Verbandsliga. Und es gab in ihr zahlreiche
sportliche Höhepunkte zu erleben. So das Gastspiel der Nationalmannschaft Australiens am 28. Dezember 2007 vor mehr als 800 Zuschauern gegen eine Prignitzauswahl. Das Team vom Down Under siegte 36:16.


Kartenverkauf für das HSV-Spiel (7 €, ermäßigt 4 €): Stadtinformation-Perleberg auf dem Großen Markt, Sekretariat Gottfried-Arnold-Gymnasium in der Puschkinstraße und an der Abendkasse.

Sonderverkauf beim letzten Heimspiel des SV Blau-Weiß: Beim Erwerb eines Tickets für das Verbandsligaspiel gibt es eine ermäßigte Karte für die HSV-Partie (5 €).

 

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von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 21.04.2016)
 

HSV eröffnet Jubiläum in Perleberg

Auftakt zu 70 Jahre Handball in der Rolandstadt mit Testspiel gegen den frischgebackenen Drittligisten aus Hamburg am 7. Mai
 

Wenn in zwei Tagen mit dem vorerst letzten Verbandsliga-Heimspiel die Saison 2015/16 für die Herren des SV Blau-Weiß Perleberg beendet ist, dann brauchen die Handballfans in der Rolandstadt keine Angst vor einer langen Pause zu haben. Es geht fast nahtlos weiter. Anfang Mai beginnen die Aktionen für das Jubiläum „70 Jahre Handball in Perleberg“. Und das gleich mit einem Höhepunkt: Am 7. Mai (Samstag) erwarten die Blau-Weißen um 19 Uhr in der Rolandhalle die U23 des HSV Handball zu einem Freundschaftsspiel.

Mit den Hamburgern pflegen die Perleberger Handballer schon seit Jahren freundschaftliche Kontakte. Bereits 2010 war die Hamburger U23 in der Rolandstadt, absolvierte hier ein Trainingslager und spielte gegen die Blau-Weißen. Ein Jahr später nahmen die Hanseaten an einem Viererturnier in der Prignitz teil. Geplant und zum Teil auch schon organisiert war ein 2014 ein Testspiel der HSV-Bundesligahandballer anlässlich der 775 Jahrfeier Perlebergs. Dies wurde wegen der damaligen ersten vorläufigen Insolvenz des HSV Handball abgesagt. Das ist Geschichte.

In Hamburg hat der Neuanfang begonnen. In rund zwei Wochen kommt der HSV als frischgebackener Drittligist in die Prignitz. Mit den Talenten und eventuell einigen Verstärkungen soll behutsam eine Mannschaft aufgebaut werden, die sich irgendwann mal wieder nach oben orientiert. In den HSV-Reihen sind derzeit aber nicht nur Talente aktiv. Als einzig Verbliebener des Bundesligateams mischt der frühere Schweriner Post-Spieler Stefan Schröder weiter kräftig mit.

Kräftig mitmischen – das tun auch die Perleberger seit 70 Jahren im Handballsport. Die ein oder andere Geschichte, Gespräche mit Zeitzeugen oder auch mal ein Blick auf die Mannschaft hinter der Mannschaft in den vergangenen sieben Jahrzehnten werden wir hier an dieser Stelle in lockerer Reihenfolge in einer Art Zeitreise dokumentieren. Denn die Blau-Weißen wollen und werden ihr Jubiläum lange feiern. Jeder der kommenden Monate ist mit einem Höhepunkt bestückt. Geplant sind Turniere und eine Festwoche.

Feldhandball im Hagen

Der offizielle Beginn des Perleberger Handballsports nach dem zweiten Weltkrieg wird auf den 1. September 1946 datiert und ist urkundlich belegt. Damals standen sich im Hagen die Mannschaften von Perleberg und Prenzlauer Berg Berlin gegenüber. Gespielt wurde Feldhandball. Der Platz im Hagen war nur ein Behelf und hatte seine Tücken. Verfehlte ein Wurf das Tor deutlich, dann musste der Ball schon mal mit einem Kescher aus der Stepenitz gefischt werden. Feldhandball wurde in der Rolandstadt übrigens noch bis 1996 gespielt.

Der Handballsport entwickelte sich in der Folgezeit kontinuierlich. Neben den Herren schickten die Perleberger – im Laufe der Jahre unter verschiedenen Vereinsnamen – auch Damen-, Nachwuchs- und Altherrenteams in den Spielbetrieb und zu zahlreichen Turnieren und freundschaftlichen Vergleichen.

Ein Meilenstein der jüngeren Geschichte des Vereins war die Eröffnung der Rolandhalle 2001. Damen und Herren schafften den Sprung bis in die Verbandsliga. Und es gab zahlreiche Höhepunkte. So das Gastspiel der Nationalmannschaft Australiens am 28. Dezember 2007 vor mehr als 800 Zuschauern gegen eine Prignitzauswahl. Das Team vom fünften Kontinent siegte 36:16.

 

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von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 16.04.2016)

 

Tradition trifft Neuanfang

Freundschaftsspiel SV Blau-Weiß gegen HSV U23 eröffnet am 7. Mai „70 Jahre Handball in Perleberg“
 

Der Handballsport in Perleberg feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Seit 70 Jahren wird in der Rolandstadt – auf dem Feld und in der Halle – mit dem Ball auf Torejagd gegangen. Für den SV Blau-Weiß Perleberg Anlass genug, dieses Jubiläum gebührend zu begehen. Mit über mehrere Monate verteilten Höhepunkten. Den Anfang macht am 7. Mai (Samstag) um 19 Uhr in der Rolandhalle ein Freundschaftsspiel gegen den HSV Handball U23.

„Tradition trifft Neuanfang“, umschrieb der Perleberger Vorsitzende Michael Hoheisel die Partie treffend. Während die Rolandstadt auf sieben Jahrzehnte Handball zurückblickt, sind die Hamburger momentan dabei, sich nach Insolvenz und Bundesligarückzug sowie dem Verlust fast aller Erstliga-Akteure neu zu formieren.

Die U23 der Hanseaten führt drei Spieltage vor dem Saisonende die Tabelle der Oberliga Schleswig-Holstein/Hamburg mit fünf Zählern Vorsprung an. Damit stehen die jungen HSVer kurz vor dem Sprung in die 3. Liga. Dort soll dann der Neuanfang des höherklassigen Handballs in Hamburg vollzogen werden.

Zuvor machen die HSVer – dank der jahrelangen guten Beziehungen – mal wieder eine Stippvisite in der Prignitz. Zwei aus der Hamburger Truppe kennen sich hier schon ein wenig aus: Spieler Stefan Schröder – einzig verbliebener Akteur aus dem Erstligakader – und Trainer Jens Häusler. Beide waren im Januar 2015 mit dem damaligen Bundesligisten im Trainingslager hier im Kreis.

Für die Perleberger und die Prignitzer Handballfans gibt es also in drei Wochen einen Leckerbissen. Doch die Feierlichkeiten zu 70 Jahre Handball Perleberg gehen danach weiter. In lockerer Folge sind weitere Höhepunkte geplant. Turniere in verschiedenen Altersklassen, auch Spaßveranstaltungen sind vorgesehen. Eine Festwoche mit diversen Aktionen soll das Jubiläum abrunden.

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