1. Männer
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Spielberichte des Jahres 2012

Punktspielbericht (1. Männer) vom 22.12.2012
 
von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 24.12.2012)
 

Vorzeitige Bescherung fiel aus

Handballer vom SV Blau-Weiß Perleberg unterliegen Brandenburg-West II im Nachholspiel der Verbandsliga Nord mit 35:29 (18:14)
 

Die vorweihnachtlichen Bescherung fiel für die Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg aus: Statt des erhofften Punktes kassierten die Rolandstädter am Sonnabend im Nachholspiel der Verbandsliga Nord beim SV 63 Brandenburg-West II eine 29:35 (14:18)-Niederlage. Während die Gastgeber nach dem Sieg als Tabellen-Dritter in die kurze Weihnachtspause gehen, verpasste das Team des Trainerduos Jörg Domagala/Wolfgang Milstrey ein ausgeglichenes Punktverhältnis und rutschte auf Rang acht ab.

„An der Niederlage sind wir selber schuld. Wir haben uns einfach zu viele technische Fehler im Angriff geleistet“, meinte Jörg Domagala nach Spielschluss. Vor allem im Überzahlspiel – die bis hart an und manchmal auch über die Grenze der vertretbaren Härte agierenden Gastgeber erhielten gleich elf Zeitstrafen(Perleberg: 3) – präsentierten sich die Blau-Weißen oft zu einfallslos. Erschwerend kam noch hinzu, dass Marcel Domagala bereits nach drei Minuten passen musste. „Er hat sich den ganzen Tag krank gefühlt, wollte es aber probieren. Leider ging es nicht“, so Vater Jörg, der ab der 15. Spielminute auch noch ohne den am Knöchel verletzten Sören Dieme auskommen musste.

Mit einer besonderen Taktik versuchten die Gäste den 63ern den Zahn zu ziehen. Der torgefährliche Florian Franz wurde von Beginn an in direkte Manndeckung genommen. „Das hat auch ganz gut geklappt“, so Jörg Domagala. Trotzdem gingen die Gastgeber in Front, bauten ihre Führung nach dem Ausgleich über 4:1 und 10:7 bis zur Pause auf 18:14 aus. Vor allem Dayan Schulze bereitete der Abwehr der Gäste einige Probleme.

Nach dem Seitenwechsel stellten die Perleberger auf eine 4:2-Deckung um, nahmen auch Schulze in Manndeckung. Dies zeigte bei den Westlern Wirkung. Tor um Tor verkürzten die Prignitzer den Rückstand und gingen sogar selbst mit 21:20 in Front (42.). Doch dann schlichen sich, wie schon in der Vorwoche gegen Teltow/Ruhlsdorf, viele technische Fehler ins Perleberger Spiel ein.

Die Gastgeber nutzten die Schwächephase und setzten sich über 27:23 auf 31:25 ab. Damit war der Widerstand der Perleberger endgültig gebrochen. Negativer Höhepunkt des Spiels war die Rote Karte für Brandenburgs Dayan Schulte eine Sekunde (!) vor Spielschluss. „Er hat Robert Neudmann den Ellenbogen ins Gesicht gerammt, war wohl gefrustet, dass es bei ihm nach der Manndeckung nicht mehr so lief, wie vor der Pause“, blickt Jörg Domagala auf die unschöne Szene zurück. 

 

Blau-Weiß Perleberg: André Jähnigen, Matthias Nagel - Toralf Hampel (3 Tore), Mirko Helmdach (5), Patrick Cesla (10), Marcel Domagala, Sören Dieme, Robert Neudmann (5), Oliver Woelke (1), Danilo Helmdach (3), Philipp Tietz, Ludwig Dohnert (2), Florian Bär (1)

Punktspielbericht (1. Männer) vom 15.12.2012
 
von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 17.12.2012)
 

Perleberger Handballer mit „gefühlter Niederlage“

 

Verbandsliga Nord: SV Blau-Weiß gibt beim 34:34 (15:17) in Stahnsdorf 7-Tore-Führung noch aus der Hand

 

Einen unnötigen Punktverlust leisteten sich die Handballer vom SV Blau-Weiß Perleberg am Sonnabend im Nachholspiel der Verbandsliga Nord bei der HSG RSV Teltow-Ruhlsdorf. Obwohl die Rolandstädter Spiel und Gegner über 45 Minuten beherrschten und zwischenzeitlich sogar mit sieben Treffern führten, mussten sie sich am Ende mit einem 34:34 (15:17) beim Tabellenschlusslicht zufrieden geben. „Wir haben das Spiels dominiert und sehr gut gespielt. Am Ende ist das Remis aber wie eine gefühlte Niederlage“, gab Jörg Domagala nach der Partie zu. Der Trainer der Blau-Weißen machte vor allem die mangelnde Chancenverwertung seines Teams am Punktverlust fest. Beste Werfer auf Seiten der Gäste waren Routinier Mirko Helmdach, der neunmal traf, sowie Patrick Cesla und Marcel Domagala (je 7).

Die schnelle Führung der Perleberger wandelten die Gastgeber in ein 2:1 um. Es sollte bis zur Schlusssirene der einzige Vorsprung für die HSG bleiben. Angeführt von ihrem stark haltenden Torwart André Jähnigen, der den verletzten Stephan Schubert gut vertrat, und dem mit einem Extralob vom Trainer ausgestatteten Oliver Woelke hatten die Blau-Weißen die Partie im Griff. Allerding ließen sie auch viele klare Torchancen ungenutzt. Zur Pause führten die Gäste deshalb nur mit 17:15.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Perleberger den Vorsprung schnell auf sieben Tore aus (23:16). Nach 45 Minuten hieß es 29:23 für die Domagala/Milstrey-Truppe. Der zweite Auswärtssieg schien greifbar nahe. Doch nach einer Auszeit fanden die Teltow-Ruhlsdorfer zurück ins Spiel. Mit den Umstellungen im Team der Gastgeber hatten die Perleberger ihre Probleme. Tor um Tor verkürzte die HSG den Rückstand, schaffte kurz vor Spielende sogar den Ausgleich. Die verbleibenden drei Sekunden Spielzeit reichten den Blau-Weißen nicht mehr für den Siegtreffer.

Nach der „gefühlten Niederlage“ bleibt den Rolandstädtern nur wenig Zeit zum Wundenlecken. Bereits am 22. Dezember (19 Uhr) sind die Blau-Weißen im Nachholspiel beim Tabellenvierten SV 63 Brandenburg-West II erneut gefordert.
 
Blau-Weiß Perleberg: André Jähnigen, Matthias Nagel - Toralf Hampel (5 Tore),
Mirko Helmdach (9), Patrick Cesla (7), Marcel Domagala (7), Robert Neudmann (2),
Oliver Woelke (3), Philipp Tietz, Florian Bär (1)
Punktspielbericht (1. Männer) vom 01.12.2012
 
von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 03.12.2012)
 

Perleberg schleicht sich nach oben

Handballer des SV Blau-Weiß feiern mit 34:24 (20:8) gegen
HC 52 Angermünde den zweiten Heimsieg

 

 

Die Verbandsliga-Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg haben ihre Pflichtaufgabe gelöst. Sie besiegten im Heimspiel in der Rolandhalle vor rund 200 Zuschauern den HC Angermünde mit 34:24 (20:8) und verschafften sich so mit jetzt 7:9 Punkten ein klein wenig Abstand zum Tabellenkeller. So richtig überzeugen konnten die Gastgeber dabei allerdings nur in der ersten Hälfte, als sie die Gäste (mit jetzt 4:14 Punkten) fast überrollten.

Die Gier nach dem zweiten Heimsieg in dieser Punktspielrunde war bei den Perlebergern offensichtlich groß. Konzentriert begannen sie die Partie. Der Rückraum mit Marcel Domagala, Patrick Cesla und Mirko Helmdach drückte aufs Tempo, wechselte ab und zu die Positionen und brachte in Zusammenarbeit mit den Außen Toralf Hampel und Robert Neudmann sowie Oliver Woelke am Kreis die Deckung der Gäste durcheinander. Die Folge: Nach wenigen Minuten hieß es 7:2.

Dann nahmen sich die Gastgeber eine kleine Auszeit, schauten dem Treiben der doch recht schwachen Angermünder, die mit der 5:1-Deckung des Teams des Trainergespanns Jörg Domagala/Wolfgang Milstrey arge Probleme hatte, zu und plötzlich hieß es 7:5. Nach einer Auszeit zogen die Perleberger wieder an. Stephan Schubert hielt ein paar „hundertprozentige“ und nach vorn ging die Post ab. Die Blau-Weißen setzten sich auf 15:7 ab und erhöhten diesen Vorsprung durch einen weiteren 5:1-Lauf bis zur Pause auf 20:8.

„Mit der zweiten Halbzeit war ich nicht zufrieden. Wir hatten technische Fehler und haben manche Bälle einfach weggeworfen. Es kann eigentlich nicht sein, sich dem Niveau des Gegners anzupassen“, sagte der Perleberger Teammanager Mirko Großer zum Verlauf der zweiten Hälfte. Und es schien so, als würde die Mannschaft im Gefühl des sicheren Sieges die Zügel etwas schleifen lassen. Das sah nicht besonders gut aus, ist aber auf irgendeine Art und Weise auch nachvollziehbar. Aber es wurde von den Gästen zum Glück auch nicht genutzt.

Bis auf sechs Treffer kamen die Angermünder heran (26:19), aber der Sieg der Prignitzer geriet nie in Gefahr. Und obwohl die Perleberger Trainer fleißig wechselten, wuchs der Vorsprung wieder an (30:22). Auch wenn es auf dem Parkett nicht immer glatt lief und die Kommunikation zwischen den Akteuren in Blau-Weiß bisweilen eine größere Lautstärke erreichte. „Das kann bei so einem Spielstand eigentlich nicht sein“, meinte Mirko Großer, der bemängelte, „dass die Rechtsaußenposition nach der Pause vernachlässigt wurde“.

Ein anderer Mirko freute sich zunächst über den Sieg: „Wir sind wieder da. 7:9 Punkte“, beschrieb Rückraumspieler Mirko Helmdach den schleichenden Weg seines Teams in etwas höhere Tabellenregionen. Aber auch ihm hatte die zweite Hälfte nicht gefallen: „Wenn ich zur Pause mit zwölf Toren führe, dann will ich doch auch mit mindestens zwölf Toren gewinnen. Und nicht mit zehn.“

 

 

Blau-Weiß Perleberg:

Stephan Schubert, André Jähnigen, Matthias Nagel - Toralf Hampel (3 Tore),

Mirko Helmdach (12), Patrick Cesla (6), Marcel Domagala (1), Robert Neudmann (4), Oliver Woelke (1), Sören Dieme (4), Danilo Helmdach (5), Philipp Tietz,

Ludwig Dohnert (1), Florian Bär



Spielbericht Pokalspiel ( HVB-Pokal 2. Runde)
vom 24.11.2012
 
von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 26.11.2012)
 

Die Überraschung blieb aus

Perleberger Handballer nach 29:37-Heimniederlage gegen Borgsdorf aus Landespokal ausgeschieden
 

Die Überraschung blieb aus: Nach der klaren 29:37 (12:18)-Heimniederlage gegen den Brandenburgligisten FSV Forst Borgsdorf mussten die Handballer vom SV Blau-Weiß Perleberg in der 2. Runde des HVB-Pokals die Segel streichen. In der gut gefüllten Rolandhalle lagen die Gastgeber von Beginn an in Rückstand und konnten nur dann, wenn der Favorit etwas die Zügel schleifen ließ, das Ergebnis freundlicher gestalten. Beste Werfer auf Seiten der Blau-Weißen waren Marcel Domagala (10 Tore) und Toralf Hampel (5). Bei den Gäste ragte Max Stutenbecker mit zwölf Treffern heraus.

„Wir haben uns ganz gut verkauft. Hätten wir unsere Chancen, etwa die vier vergebenen Siebenmeter, besser genutzt, wäre für uns ein besseres Ergebnis durchaus möglich gewesen. Der Sieg für Borgsdorf war verdient“, meinte Perlebergs Teammanager Mirko Großer und auch Blau-Weiß-Kapitän Mirko Helmdach gab zu: „Wir waren heute einfach nicht beweglich genug.“

In der Tat gingen die Gäste – gewarnt durch die Niederlage an gleicher Stelle in der Vorsaison – hochkonzentriert in die Partie, führten schnell mit 4:0. Doch die Perleberger kämpften sich Tor und Tor heran. Als Patrick Cesla mit einem Hüftwurf das 7:7 (14. Minute) markierte, hofften die Zuschauer auf eine Wende im Spiel. Doch dann zog der FSV mit drei Treffern in Folge wieder davon. Nur noch einmal, als Toralf Hampel nach schönem Doppelpass mit Sören Dieme auf 9:10 verkürzte, schnupperten die Perleberger noch einmal Morgenluft (17.). Das war’s dann aber auch schon. Bis zur Pause (12:18) verschaffte sich der Brandenburgligist ein komfortables Polster und ließ auch in Halbzeit zwei nichts mehr anbrennen, zumal den Gastgebern auch ungewohnt viele technische Fehler unterliefen.

„Wir konnten aus diesem Pokalspiel einige Dinge für die wichtigeren Spiele in der Verbandsliga mitnehmen. Die nach der Pause praktizierte Umstellung in der Deckung auf 3-2-1 hat ganz gut funktioniert. Vor allem der Angriff-Abwehr-Wechsel zwischen Marcel Domagala und Ludwig Dohnert hat sich bezahlt gemacht“, sieht Mirko Großer sein Team für das Verbandsliga-Heimspiel gegen Angermünde gerüstet.
 
Blau-Weiß Perleberg:
Stephan Schubert, André Jähnigen, Matthias Nagel - Toralf Hampel (5 Tore),
Mirko Helmdach (4), Patrick Cesla (2), Marcel Domagala (10), Robert Neudmann (2), Oliver Woelke, Sören Dieme (4), Danilo Helmdach (2), Philipp Tietz, Ludwig Dohnert, Florian Bär
Punktspielbericht vom 17.11.2012 (1. Männer)
 
von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 20.11.2012)
 

Verbandsliga-Handballer vom SV Blau-Weiß

beenden Werneuchener Heimserie

 

Einen unerwartet deutlichen 39:27 (18:16)-Auswärtserfolg feierten die Verbandsliga-Handballer vom SV Blau-Weiß Perleberg am Sonnabend beim zuvor in eigener Halle noch unbesiegten SV Rot-Weiß Werneuchen. Mit dem wichtigen Sieg und nunmehr 5:9 Punkten schafften die Rolandstädter den Anschluss ans Tabellenmittelfeld.

„Wir Trainer waren mit dem Spiel der Mannschaft sehr zufrieden. Im Angriff hat viel geklappt und auch die Chancenverwertung war okay. Die Einstellung stimmte, darauf lässt sich aufbauen“, sagte Perlebergs Coach Jörg Domagala nach dem Spiel und hofft nun, „dass der Knoten bei uns endlich geplatzt ist.“

Eine Woche vor dem Pokal-Knüller in eigener Halle gegen den Brandenburgligisten Forst Borgsdorf präsentierten sich die Blau-Weißen vor allem in der Abwehr stark verbessert und zeigten auch den nötigen Biss. In der ausgeglichenen ersten Halbzeit erwischten die Gäste den besseren Start und führten schnell mit 3:0. Werneuchen schaffte den Ausgleich, ging in Führung und hielt den Vorsprung bis zum 10:8. Doch die Rolandstädter ließen sich nicht abschütteln. In der Abwehr weiter fest zupackend gingen sie nach dem 10:10 wieder selbst in Front und verteidigten ihren Zwei-Tore-Vorsprung bis zu Halbzeit.

Den Gastgebern gelang nach der Pause zwar noch einmal der Ausgleich (20:20), doch danach konnten sich die Perleberger auf auf vier Tore absetzen. Angeführt vom 13-fachen Torschützen Marcel Domagala, der nach seiner langen Verletzungspause immer besser in Schwung kommt und auch alle sieben Strafwürfe vom Siebenmeterpunkt sicher verwandelte, sowie Mirko Helmdach und Patrick Cesla (beide 7 Tore) bauten die Blau-Weißen ihren Vorsprung bis zum Abpfiff kontinuierlich aus. „Zehn Minuten vor Spielende hat sich Werneuchen aufgegeben“, so Jörg Domagala.

 

Blau-Weiß Perleberg: Stephan Schubert (1 Tor), Matthias Nagel – Toralf Hampel (4),

Mirko Helmdach (7), Patrick Cesla (7), Marcel Domagala (13), Robert Neudmann (1),

Oliver Woelke, Sören Dieme (2), Philipp Tietz, Ludwig Dohnert (3), Florian Bär (1)

Punktspielbericht vom 17.11.2012 (2. Männer)

 

von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 21.11.2012)

 

Verbandsliga-Reserve vom SV Blau-Weiß in Kyritz

chancenlos



Eine deutliche 16:28-Niederlage mussten die Handballer vom SV Blau-Weiß Perleberg II in der Spielunion Nord-West beim noch ungeschlagenen Tabellenführer Elektronik Kyritz hinnehmen. „Wir haben uns angesichts der Tatsache, dass wir nur mit sieben Feldspielern angereist sind, so gut wie möglich verkauft“, fand Perlebergs Mirko Großer, der Kyeritz durchaus für Landesliga-tauglich hält. Bereits nach einer Viertelstunde hieß es 10:2 für die Gastgeber. Bis zur Pause dominierte das Heimteam, lag mit 14:6 vorn. Kurz nach dem Seitenwechsel erzielte die Perleberger Verbandsliga-Reserve drei Tore in Folge. Doch spätestens beim Stande von 21:10 für die Gastgeber war die Partie entschieden.

Punktspielbericht vom 11.11.2012 (1. Männer)

 

von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 13.11.2012)

 

Heimschlappe für Blau-Weiß-Handballer gegen den Spitzenreiter

 

Das Team vom Oranienburger HC II liegt den Verbandsliga-Handballern vom SV Blau-Weiß Perleberg einfach nicht. Auch das dritte Aufeinandertreffen in Folge verloren die Rolandstädter gegen die Randberliner klar. Am Sonntag kassierten die Gastgeber gegen den bisher noch unbesiegten Spitzenreiter eine klare 22:36 (10:17) in der heimischen Rolandhalle. „Für mich ist diese Mannschaft Aufstiegsfavorit Nummer eins. Die haben eine robuste Truppe mit einem starken Rückraum beisammen“, gab Perlebergs Coach Jörg Domagala angesichts der starken Vorstellung der Gäste zu.

Nur bis zum 6:6 hielten seine Mannen dagegen. Dann nutzte der Favorit eine Schwächephase der Perleberger konsequent aus, zog über 11:6 (15.) bis zur Pause auf 17:10 davon. „Wir waren nicht in der Lage unsere Tore zu erzielen. Auch unsere Abwehr konnte die guten Leute nicht halten und unsere Torhüter haben kaum eine Hand an den Ball bekommen“, monierte Domagala.

Auch im zweiten Abschnitt mussten die 200 Zuschauer mitansehen, wie sich der OHC II immer weiter absetzte. Vor allem Florian Longardt zeigte eine starke Leistung und avanciert mit neun Treffern zum erfolgreichsten Torschützen. Dazu kassierten die Gastgeber gleich vier, fünf unnötige Zeitstrafen wegen Meckerns, die den Spielfluss zusätzlich hemmten. Am Ende war der klare Sieg der Oranienburger absolut verdient.



Blau-Weiß Perleberg:

Stephan Schubert, André Jähnigen, Matthias Nagel - Toralf Hampel (2Tore),

Mirko Helmdach (7), Patrick Cesla (2), Marcel Domagala (4), Robert Neudmann (5),

Oliver Woelke, Sören Dieme (1), Danilo Helmdach (1), Philipp Tietz, Ludwig Dohnert

Punktspielbericht vom 11.11.2012 (2. Männer)
 
von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 15.11.2012)
 

Perleberger Reserve dreht Spieß um

 

 

Deutlich verbessert gegenüber der Vorwoche (20:36) präsentierten sich die in der Handball-Spielunion Nord-West auflaufende zweite Herrenmannschaft des SV Blau-Weiß Perleberg gegen den FK Hansa Wittstock II. In eigener Halle drehten die Rolandstädter diesmal den Spieß um und gewannen die Partie des 6. Spieltages mit 23:22 (13:9). Mit dem Sieg und nunmehr 6:4 Punkten auf dem Konto verbesserten sich die Blau-Weißen in der Tabelle, hinter der HSG Westhavelland II (8:2) und dem PHC Wittenberge II (6:4), auf Rang drei.

Die Partie war bis zum 8:8 ausgeglichen. Bis zur Pause konnten sich die mit Ludwig Dohnert, Oliver Woelke und Philipp Tietz aus dem Landesliga-Team verstärkten Gastgeber auf 13:9 absetzen. Der komfortable Vorsprung hielt bis zehn Minuten vor dem Abpfiff (21:17). „Den Sieg vor Augen „sind die Jungs etwas nervös geworden“, fand Jörg Domagala, Trainer der ersten Perleberger Mannschaft. Folgerichtig gelang den robust zu Werke gehenden Wittstockern der Ausgleich zum 22:22.

Doch das junge Team der Gastgeber schlug zurück und markierte kurz vor Spielende doch noch den 23:22-Siegtreffer.

Punktspielbericht vom 03.11.2012 und 11.11.2012

(D-Jugend)

von Jörg Domagala

 

Perleberger D-Jugend mit 4 Siegen

 

Die D-Jugend der Perleberger Blau-Weiß-Handballer bestritt an den letzten beiden Wochenenden jeweils 2 Spiele in der Spielunion Nord-West der Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Havelland.

In ihrem erst zweiten Spieljahr überhaupt konnten die 9 Jungen und 1 Mädchen bei den Punktspielturnieren am 03.11.2012 in Kyritz und am 11.11.2012 in heimischer Halle fast durchweg gute Leistungen anbieten.

In Kyritz war der erste Gegner die neu formierte Mannschaft des Gastgebers SGH Elektronik Kyritz. Die erste Halbzeit war von vielen vergebenen klaren Chancen der Perleberger geprägt. So verwunderte es nicht, dass die Blau-Weißen zur Halbzeit mit 7:9 zurück lagen. Durch den „Weckruf“ von Trainer Jörg Domagala in der Halbzeitpause zeigte die Mannschaft dann in Halbzeit zwei eine bessere Einstellung zum Gegner und zum Spiel. In überzeugender Manier erzielten sie im Angriff, entweder durch schnelle Gegenangriffe oder überlegt herausgespielt, Tor um Tor und ließen in der Abwehr nur noch 4 Tore des Gastgebers zu. Das Spiel endete mit einem klaren 25:13 Sieg der Perleberger.

Im zweiten Spiel gegen den PHC Wittenberge knüpften die Blau-Weißen nahtlos an die gute 2. Halbzeit gegen Kyritz an. Von Beginn an wurde gut in der offensiven Abwehr gearbeitet und die sich bietenden Chancen im Angriff genutzt. So konnten die vom Anpfiff an führenden Rolandstädter ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen und das Spiel am Ende verdient mit 28:12 gewinnen.

Beim ersten Heimspielturnier der Saison am letzten Sonntag waren der HC Neuruppin und wiederum der PHC Wittenberge die Gegner.

Im Spiel gegen den HC Neuruppin waren die Blau-Weißen gewarnt. Beim ersten Turnier im September konnte man gegen die Fontanestädter nur ein Unentschieden erzielen. Gut eingestellt und mit dem festen Willen, es diesmal besser zu machen, gingen die Perleberger konzentriert ins Spiel. In der Abwehr wurde sehr gut gearbeitet und im Angriff klare Chancen herausgespielt. Diese wurden dann aber teilweise „kläglich“ vergeben (10-12 100%-ige), was sich dann auch im Halbzeitstand wiederspiegelte (9 : 4). Als ob die Mannschaft wieder diesen Anlauf brauchte, in der zweiten Halbzeit gelang dann vorn und hinten so ziemlich alles, so dass am Ende ein klarer 25:11 Sieg eingefahren werden konnte.

Das zweite Spiel gegen den PHC Wittenberge war dann von Beginn an eine klare Sache für die Rolandstädter. Schnelle Konter, schön herausgespielte Tore über die Außen und über den Kreis sowie eine bewegliche Abwehr brachten schon zur Halbzeit eine klare Führung (16 : 3). Im Gegensatz zu den anderen Spielen wurde in diesen beide Halbzeiten auf gleichem Niveau gespielt, so das am Ende ein klarer 32:10 Sieg auf der Anzeigetafel stand.

Den mitfiebernden Eltern, die auch bei den Auswärtsspielen eine große Unterstützung für Mannschaft und Trainer sind, wurde an diesen beiden Spieltagen gezeigt, welche Fortschritte sie in den wöchentlichen Trainingseinheiten gemacht hat. Hervorheben möchte Trainer Jörg Domagala nur noch die Leistung von Torhüter Sascha Domres, der sich von Spiel zu Spiel steigert und damit zeigt, welches Potential in ihm steckt.

 

Perleberg:

Sascha Domres, Justin Wendt (beide Tor) – Annika Richter, Philipp-Oliver Nagel,

Hias Schlosser, Bastian Kell, Hauke Friehs, Jonas Krutzky, Louis Kroß, Lukas Wollgast

Punktspielbericht vom 10.11.2012 (Frauen)
 
von Sebastian Wienke ("Der Prignitzer" vom 14.11.2012)
 

Frauen der HSG Pritzwalk/Perleberg verschenken Punkt

 

 

Die Frauen der HSG Pritzwalk/Perleberg verloren nach der deutliche Schlappe gegen den FK Hansa Wittstock in der Vorwoche auch das Rückspiel in eigener Halle. Am Ende der umkämpften Partie landeten die Dossestädterinnen einen glücklichen 17:16 (5:8)-Erfolg.

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste, die durch einfache Tore schnell mit 3:0 in Führung gingen. Dann wachten auch die HSG-Frauen auf und kamen zu ersten Torerfolgen. Es entwickelte sich ein umkämpftes Spiel mit leichten Vorteilen für die HSG, die ihren Rückstand Tor um Tor verkürzten und zum 5:5-Ausgleich kamen. Bis zur Halbzeit erarbeiteten sich die Gastgeberinnen eine 8:5-Führung. Besonders effektiv war das HSG-Spiel über Kreisläuferin Henriette Krotki. Allerdings haderten die Trainer mit der Chancenverwertung ihrer Spielerinnen. Gerade Tempogegenstöße wurden nicht in Torerfolge umgemünzt.

Wermutstropfen für die Spielgemeinschaft war die schwere Verletzung von Lena Kniesel am Ende der ersten Halbzeit. Nach einem harten Aufprall mit dem Hinterkopf auf den Boden musste die Spielerin medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden.

Den Schock steckten die HSG-Frauen gut weg. Bis zum 13:9 sah es für die Gastgeberinnen gut aus. Doch die Wittstockerinnen starteten ihre Aufholjagd und kamen zum 15:15-Ausgleich. Die Gastgeberinnen scheiterten immer wieder an der erneut starken Wittstocker Torfrau. 30 Sekunden vor dem Spielende ging Hansa mit 17:16 in Front. Der Spielgemeinschaft gelang in der Folgezeit kein Tor und verlor am Ende unverdient. Grund für die Niederlage war die sehr schlechte Chancenverwertung. 

 

HSG Pritzwalk/Perleberg:

Stephanie Böttcher - Susann Freitag, Cindy Wagner (9 Tore), Aniko Herms,

Linda Apelt (1), Katja Lorenz, Henriette Krotki, Carolin Gruschka, Nora Nagl,

Lisa-Marie Telschow, Lena Kniesel, Lena Zellmer (6)

Punktspielbericht vom 03.11.2012 (1. Männer)

 

 von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 06.11.2012)

Perleberg reichen 35 Tore nicht

Die Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg haben die Möglichkeit, sich mit einem Auswärtssieg in das Mittelfeld der Tabelle hochzuarbeiten, nicht nutzen können. Sie verloren beim Templiner SV Lok 35:38 (18:19) und belegen mit jetzt 3:7 Punkten den 10. Platz, haben allerdings auch noch eine Partie nachzuholen.
"Wer auswärts 35 Tore wirft, sollte ein Spiel auswärts dann auch gewinnen", sagte ein auf die für eine Partie in der Fremde doch beachtliche Torausbeute angesprochener Blau-Weiß-Trainer Jörg Domagala. Bedeutet, dass der Coach an der Offensivvorstellung seiner Spieler wenig auszusetzen hatte. "Der Angriff war gut, aber die Deckung hat nicht funktioniert", beschrieb er den am Ende für die Niederlage verantwortlichen Umstand.
Und der Spielverlust war unnötig. Obwohl die Perleberger mal wieder auf einige Stammspieler verzichten mussten (Danilo Helmdach, Sören Dieme, Florian Bär), boten sie den Templinern Paroli. Das Spiel verlief ausgeglichen. Mal führten die Gastgeber mit ein oder zwei Toren, dann lagen auch die Blau-Weißen mal knapp vorn. Absetzen konnte sich keine der beiden Mannschaften.
Das setzte sich auch im zweiten Durchgang so fort. Erst kurz vor dem Ende der Partie fiel die Entscheidung. Templin zog von 32:21 auf 37:31 davon und brachte diesen Vorsprung über die Zeit. "Das war unsere eigene Schuld. Wir haben die Deckung vernachlässigt und die drei besten Werfer der Templiner nicht in den Griff bekommen", erklärte Jörg Domagala. Stefan Jähnke (11 Tore), Christoph Jähnke(10) und Michael Wolff (9) konnte die Perleberger Abwehr nicht stoppen.
"Dazu kamen in der entscheidenden Phase einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen gegen uns. Aber das war nicht der Grund für die Niederlage", sagte der Perleberger Trainer. Am kommenden Sonntag erwarten die Blau-Weißen, für die in Templin Mirko Helmdach (13), Patrick Cesla (7), Robert Neudmann (6) und Marcel Domagala (5) die besten Werfer waren, Spitzenreiter Oranienburger HC II.

Pokalspiel gegen Borgsdorf schon am 24. November

Das Spiel der Perleberger in der 2. Runde des Landespokals ist um einen Tag vorgezogen worden. Weil die Rolandhalle am 25. November besetzt ist, findet die Pokalpartie gegen den Brandenburgligisten FSV Forst Borgsdorf bereits am 24. November (Sonnabend) um 19 Uhr statt. 

 

Perleberg:

St. Schubert, M. Nagel (beide Tor) - T. Hampel (2), M. Helmdach (12), P. Cesla (7),

M. Domagala (5), R. Neudmann (6), L. Dohnert, O. Woelke (3), P. Tietz

Punktspielbericht vom 03.11.2012 (Frauen)

 

von Sebastian Wienke ("Der Prignitzer" vom 06.11.2012)

 

Spielgemeinschaft findet kein Mittel gegen Wittstocker Abwehr
 

Nach dem Sieg gegen die TSG Liebenwalde II mussten sich die Handballerinnen der neu gegründeten Spielgemeinschaft HSG Pritzwalk/Perleberg erstmals geschlagen geben. Sie verloren in der Spielunion bei Hansa Wittstock mit 13:22 (7:13)

Wittstock erwischte den besseren Start und erzielte die ersten Treffer. Erst nach knapp zehn Minuten erlöste Lena Zellmer die Prignitzerinnen mit ihrem Tor zum 1:5. Die junge HSG-Mannschaft um die erfahrenen Susann Freitag und Sylvia Buß fand in der Anfangsphase kein Mittel, die Wittstocker Abwehr zu überwinden. Hinzu kamen große Lücken in der eigenen Deckung. Und auch die Torfrau bekam zunächst keine Hand an den Ball. Allerdings kamen die Damen aus Pritzwalk und Perleberg mit zunehmender Spielzeit besser in die Partie. Beim Stand von 13:7 für die Gastgeberinnen ging es in die Pause.

 

Damen aus Perleberg und Pritzwalk nutzen Chancen nicht
In der zweiten Hälfte mussten die Zuschauer lange auf den ersten Treffer warten. Diesen erzielten die Wittstockerinnen. Das Spiel verlief jetzt ausgeglichen, aber der Hansa-Sieg schien nie gefährdet. Die Prignitzerinnen hatten im weiteren Verlauf gute Chancen, den Abstand zu verkleinern. Jedoch scheiterten sie wiederholt an eigenen Fehler und der starken Wittstocker Torfrau. Am Ende verhinderte die schlechte Chancenverwertung und die körperliche Überlegenheit des Hansa-Teams ein besseres Ergebnis für die HSG Pritzwalk/Perleberg.
 
HSG Pritzwalk/Perleberg:
St. Böttcher (Tor) - S. Freitag, C. Wagner (6), A. Herms, S. Buss, L. Appelt (1),
C. Gruschka, K. Lorenz, N. Nagl (1), L. Köhn, L.-M. Telschow, L. Kniesel, L. Zellmer (6)
Punktspielbericht vom 03.11.2012 (2. Männer)
 
von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 07.11.2012)
 

Blau-Weiß-Reserve in Wittstock ohne Chance

 

Ersatzgeschwächt verloren die Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg II ihre Begegnung in der Spielunion Nordwest bei FK Hansa Wittstock mit 20:36 (6:15). Mit nur sieben Feldspielern und einem Torwart machten sich die Blau-Weißen auf den Weg nach Wittstock. Zwischen den Pfosten stand der reaktivierte Dirk Korbjuhn. Aber auch er konnte nicht verhindern, dass die Gastgeber schnell mit 7:1 in Führung gingen. Für die Perleberger galt es, Ergebniskosmetik zu betreiben.

Das Vorhaben, die Partie in der zweiten Hälfte aber ausgeglichen zu gestalten, gelang nicht. Zumal nach der Roten Karte gegen Mirko Großer (3 Treffer) dem Rest des Teams um Gordon Wudke (8), Daniel Prescher, Michael Franke und Philipp Marko (je 3) auch die Kraft ausging. Außerdem vergaben die Blau-weißen vier ihrer sechs Siebenmeter.

Punktspielbericht vom 28.10.2012 (1. Männer)

 

von Eckhard Peglow ("Märkische Allgemeine Zeitung" vom 30.10.2012)

 

HANDBALL-VERBANDSLIGA: Start-Ziel-Sieg der Blau-Weißen

Klar verbesserte Form

PERLBERG - Mit ihrem 35:28-Erfolg gegen den Tabellendritten Motor Hennigsdorf ist bei den Handballern des SV Blau-Weiß Perleberg offenbar auch in der Verbandsliga der Knoten geplatzt. Holten die Schützlinge von Trainer Jörg Domagala in ihren ersten drei Punktspielen nur einen Zähler, so verbuchten sie im vierten Anlauf ihren ersten Erfolg. Dass mit den Perlebergern zu rechnen ist, zeigten sie bisher nur im Landespokal. Am Sonntagabend legten die Blau-Weißen in der heimischen Rolandhalle dann aber einen Start-Ziel-Sieg hin. Sie gingen schnell in Führung und behielten diese bis zum Schlusssignal. In der Anfangsphase blieben die Hennigsdorfer in Schlagweite (3:1, 5:2, 8:5), kamen im Verlauf der ersten Halbzeit sogar zweimal bis auf ein Tor heran (10:9, 13:2), doch zur Pause hatten die Männer um „Leitwolf“ Mirko Helmdach mit fünf Treffern (20:15) die Nase vorn. Im zweiten Durchgang legten die Perleberger weiter den Takt vor. Bei aller Überlegenheit vergaben sie aber einige gute Torchancen. Woran aber auch Hennigsdorfs Schlussmann einige Aktien hatte. Unterm Strich agierten die Prignitzer geschlossen. Herausragend waren die Wurfleistungen von Mirko Helmdach (13 Tore) und Patrick Cesla (8) sowie die grundsolide Arbeit von Stephan Schubert im Tor der Blau-Weißen, der nach guten Paraden so manchen erfolgreichen Angriff seiner Vorderleute einleitete. Beachtenswert war auch die Leistung von Marcel Domagala. Endlich genesen von seiner langwierigen Verletzung, bringt sich der Kanonier mehr und mehr in das Perleberger Spiel ein. Auch Sören Diemes Formkurve zeigte sich ansteigend. Das kann für das Spiel der Blau-Weißen, die sich deutlich frischer vorstellten als beim Heimauftakt gegen Grünheide II, nur gut sein. Die Gäste fielen nicht nur durch ihren starken Torwart auf. Sie präsentierten sich als homogene Mannschaft mit Sebastian Giseler als klasse Spieler und neunmaligem Vollstrecker.

Nach diesem erspielten Heimsieg und mit der angestiegenen Mannschaftsform können die Perleberger am Sonnabend, 3. November, mit sehr viel Selbstvertrauen und Lockerheit zum „Vier-Punkte-Spiel“ bei Lok Templin auflaufen.

 

Perleberg:

St. Schubert, A. Jähnigen (beide Tor) - G. Wudke, T. Hampel (1), M. Helmdach (13),

P. Cesla (8), M. Domagala (4), R. Neudmann (2), O. Woelke (1), S. Dieme (5),

D. Helmdach (1), P. Tietz, F. Bär

Punktspielbericht vom 28.10.2012 (2. Männer)
 
von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 30.10.2012)
Perleberger Reserve erneut erfolgreich

Die Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg II kamen in der Spielunion Nord-West zum zweiten Sieg in Folge. Sie gewannen ihr Heimspiel gegen den SV Union Neuruppin doch recht deutlich mit 32:22 (18:9) und haben nun ein positives Punktekonto.

Der Perleberger Reserve gelang ein Blitzstart. Bereits nach acht Minuten führte sie mit 8:1. Der Trainer der Neuruppiner nahm eine Auszeit, richtig verkürzen konnten die Gäste den Rückstand danach aber nicht. Bei den Perlebergern bot in der ersten Hälfte ein gut aufgelegter Torwart Michael Pehlke eine starke Partie. Auch der später eingewechselte Keeper Matthias Nagel überzeugte.

Nach der Pause verlief das Spiel ausgeglichen. Aber der Vorsprung der Perleberger war zu groß. Der Sieg der Blau-Weißen geriet nicht mehr in Gefahr. Beste Werfer bei den Gastgebern waren Marko Philipp, der neun Treffer erzielte und dabei alle sechs Siebenmeter nervenstark verwandelte, und Mirko Großer mit sechs Toren.

 

Perleberg:

M. Pehlke, M. Nagel (beide Tor) - D. Prescher (1), G. Wudke (4), M. Großer (6), F. Jordan, M. Franke (1), P. Marko (9), O. Woelke (5), F. Bär (5), P. Tietz (1)

Pokalspielbericht vom 20.10.2012
(HVB-Pokal - 1. Runde)
 
von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 27.10.2012)
Mit Pokalerfolg im Rücken jetzt in Liga durchstarten
 
Perleberger Handballer wollen morgen gegen Hennigsdorf ersten Verbandsliga-Saisonsieg

Den ersten Saisonsieg in der Handball-Verbandsliga streben am morgigen Sonntag die Spieler des SV Blau-Weiß Perleberg an. Sie treffen um 16 Uhr in der Rolandhalle auf den SV Motor Hennigsdorf.

Zwar ist es bereits der vierte Perleberger Verbandsliga-Auftritt in dieser Spielzeit, aber es scheint, als ob die Blau-Weißen jetzt erst so richtig duchstarten wollen und können. „Ich denke mal, wir haben uns spielerisch ein bisschen zusammengefunden“, sagte Blau-Weiß-Trainer Jörg Domagala und meinte damit den souveränen Perleberger Einzug in die 2. Landespokalrunde.

Die Blau-Weißen hatten die Hürde SSV Lübbenau mit 35:22 (18:9) genommen. Der gastgebende Landesligist bewegte sich mit den Perlebergern bis zum 3:3 auf Augenhöhe. Dann gingen die Rolandstädter erstmals in Führung und gaben diese nicht mehr ab. Gegen eine überalterte Mannschaft spielten die Domagala-Schützlinge ihre Schnelligkeitsvorteile konsequent aus.

Diese Erfolgserlebnis sollte den Perlebergern Sicherheit und Selbsvertrauen für die morgige Aufgabe geben. Immerhin kommt mit Hennigsdorf der Tabellendritte in die Rolandhalle, die heute übrigens den Tischtennisspielern und ihren Kreismeisterschaften gehört. Deshalb mussten die Handballer auf Sonntag ausweichen. Das Motor-Team quälte sich übrigens im Pokal mit einem Ein-Tore-Erfolg bei Blau-Weiß Wusterwitz II in die nächste Runde. „Das hat aber nichts zu sagen. Vielleicht hat Hennigsdorf den Gegner unterschätzt“, will Jörg Domagala dieses Resultat nicht weiter deuten. Personell sind die Blau-Weißen vollständig. Auch der lange verletzte Marcel Domagala findet immer mehr ins Team zurück, bekam in Lübbenau viel Spielanteile.

Spielbericht vom Punktspielturnier am 20.10.2012 (D-Jugend)
 
"Der Prignitzer" vom 24.10.2012
Perleberger Handballer mit Sieg und Niederlage

Die D-Jugend-Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg kehrten von ihrem Punktspielturnier aus Wittstock mit einer ausgeglichenen Punktebilanz heim. Während sie gegen Gastgeber Hansa mit 11:16 (5:11) unterlagen, setzten sie sich gegen das Team vom HC Pritzwalk mit 9:8 (6:3) durch. In der Tabelle liegen die Perleberger hinter Wittstock (6:2 Punkte), Wittenberge (4:0), Westhavelland (4:0) und vor Pritzwalk (2:6) mit 3:5 Punkten auf Rang 4. 

Punktspielbericht vom 22.09.2012 (1. Männer)

 

von Eckhard Peglow ("Märkische Allgemeine Zeitung" vom 25.09.2012)

Miese Trefferquote lässt noch keinen Sieg zu
Die Männer von Blau-Weiß-Perleberg erkämpfen sich ihren ersten Punkt

„Selber Schuld“ – hat so mancher Perleberger Handballfreund am Sonnabend das 25:25 seines SV Blau-Weiß gegen den Grünheider SV II kommentiert. Gemeint war damit, dass für die Rolandstädter an diesem Abend mehr als eine Punkteteilung drin war. Doch vier nicht verwandelte Siebenmeter, ein Dutzend Würfe die ans Gebälk knallten oder daran vorbei strichen und eine nicht nachvollziehbare Siebenmeterentscheidung gegen Blau-Weiß zwei Minuten vor dem Schlusssignal ließen einfach keinen Heimsieg zu. Blau-Weiß, mit Neuzugang Patrick Cesla und nach zehn Monaten auch wieder mit Marcel Domagala auf der Platte, machte den ersten Treffer. Die Körpersprache jedes Spielers machte deutlich, dass die Partie gewonnen werden sollte, doch es kam eine viertelstündige Durststrecke in der die Grünheider Reserve den Takt vorgab. Die Blau-Weißen versuchten zwar schöne Spielzüge und elegante Abschlüsse hinzulegen, doch es fielen kaum Tore. Die gelangen zunächst den Gästen. Nach vier Minuten lagen die mit 4:1 vorn. Nach dem 4:4 (12.) und 5:5 (13.) entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in deren weiteren Folge auf beiden Seiten die Torleute ihre Mannschaften im Spiel hielten. Auch beide Abwehrreihen hinterließen einen starken Eindruck. Zum Ende der ersten Halbzeit deutete sich eine Überlegenheit der Perleberger an. Doch die Seiten wurden ausgeglichen (11:11) gewechselt. Nach dem Wiederanpfiff zog Blau-Weiß auf 14:11 davon. Als sie dann auch noch mit 18:14 (46.) und 20:16 (51.) führten, sah alles nach einem Heimerfolg der von Jörg Domagala und Wolfgang Milstrey gecoachten Sieben aus. Zwei Minuten vor Schluss, Blau-Weiß führte 25:23, entschied der sonst ausgezeichnet agierende Schiri auf Siebenmeter für Grünheide. Ein Grund für diese Entscheidung war nicht erkennbar. Das Tor fiel und als die Perleberger danach ihren Angriff nicht erfolgreich abschließen konnten, setzte Grünheide resolut den Ausgleich. Alle Perleberger Bemühungen, in den letzten Sekunden erneut in Führung zu gehen, scheiterten. Weder aus dem Spiel heraus noch beim direkten Freiwurf, der mit dem Schlusssignal erzwungen wurde und zweimal zur Ausführung kam. Mit Blick auf das eine Woche zuvor so haushoch verlorene Prignitzderby war dieses Remis für Blau-Weiß der erste Silberschweif am Horizont.

SV Blau-Weiß Perleberg:

Stephan Schubert, André Jähnigen, Matthias Nagel - Patrick Cesla (9), Mirko Helmdach (5), Robert Neudmann (1), Sören Dieme (1), Tobias Köhler, Marcel Domagala (4),

Danilo Helmdach (1), Oliver Woelke, Philipp Tietz (2), Florian Bär (2), Toralf Hampel

Punktspielbericht vom 22.09.2012 (2. Männer)
 
von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 27.09.2012)
 
Tempo-Taktik der Perleberger Reserve führt zum Erfolg

 

Einen nicht unbedingt erwarteten Erfolg vermelden die Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg II. Sie besiegten im Heimspiel der Spielunion Nord-West in der Rolandhalle die favorisierte HSG Westhavelland II mit 26:24 (12:12).

„Es war eine geschlossenen Mannschaftsleistung. Die Abwehr hat sehr gut gestanden und nach vorn sind uns einige sehenswerte Aktionen gelungen“, berichtete Blau-Weiß II-Akteur Mirko Großer. Und auch die Taktik der Perleberger, die durch Gordon Wudke und Michael Franke aus dem Verbandsligakader verstärkt wurden, ging auf: Sie setzten gegen die Routiniers aus dem Westhavelland auf Tempo.

Dennoch blieb die Partie lange offen. Beim Stand von 25:24 für die Blau-Weißen drängten die Gäste auf den Ausgleich. Doch die Perleberger, bei denen Torwart Michael Pehlke herausragte, eroberten den Ball, Mirko Großer spielte einen langen Pass auf Michael Franke, der zum 26:24 vollendete. Beste Werfer in den Reihen der Gastgeber waren Mirko Großer (6) und Thilo Fries (5).

Punktspielbericht vom 15.09.2012 (1. Männer)

 

von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 17.09.2012)

PHC demontiert Perleberg
Wittenberger Handballer gewinnen Verbandsliga-Derby beim SV Blau-Weiß mit 38:28 (18:13)

Mit so einem Derby-Ausgang haben wohl nur wenige gerechnet. Die Handballer des PHC Wittenberge nahmen die ausverkaufte Perleberger Rolandhalle im Sturm und gewannen das Verbandsliga-Punktspiel gegen einen an diesem Tag indisponierten SV Blau-Weiß mit 38:28 (18:13).

Der indisponierte Auftritt der Gastgeber hängt aber zusammen mit der Vorstellung der körperlich topfiten Wittenberger. Zuletzt durch Verletzung sowie Trainerwechsel gebeutelt, präsentierte sich diesmal ein selbstbewusster und willensstarker PHC.

Nach acht Minuten stand es 1:6. Florian Maske deckte Mirko Helmdach kurz, Rene Jahns hielt – wie später Stephan Neutmann großartig und im Angriff setzten sich die Wittenberger meist durch. „Die Abwehr hat gut gestanden, einer für den anderen gekämpft. Wir haben den Perlebergern in den ersten Minuten den Zahn gezogen“, sagte PHC-Trainer Detlef Bebber.

Davon erholten sich die Gastgeber nicht mehr. Beim 7:15 (22.) deutete sich gar ein Debakel an, bis zur Pause wurde es etwas erträglicher. „Wir waren heute wie eine wilde Horde. Es war komplett nicht unser Tag“, suchte Perlebergs Torjäger Mirko Helmdach nach Erklärungen. Die lieferte Trainer Jörg Domagala mit klaren Worten: „Unsere Deckung hat heute nicht stattgefunden. Und im Angriff hat nach der kurzen Deckung gegen Mirko kein anderer unserer Spieler Verantwortung übernommen oder es nicht geschafft“.

Nach der Pause arbeitete der PHC weiter an der Demontage der Blau-Weißen. Ein kleiner Lauf der Gäste mit 10:2-Toren und es hieß nach 39 Minuten 15:28 aus Sicht der Perleberger, bei denen der ehemalige Wittenberger Patrick Cesla nicht zum Einsatz kam.

 

Das Spiel war frühzeitig entschieden. Beide Seiten wechselten jetzt fleißig durch, am Verlauf änderte sich nichts. „Er ist halt sehr schnell. Auf ihn kannst du immer einen langen Ball spielen“, beschrieb der verletzte PHC-Torhüter Steffen Tonello den erfolgreichsten Werfer seines Teams, Florian Maske. Und auch der Trainer sprach ein Lob aus: „Florian hat aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung noch herausgeragt“. Aber Detlef Bebber beschäftigte noch etwas anderes. „Nach all den Ereignissen der letzen Wochen kann das Team jetzt nach dieser Leistung mal wieder lächeln“, sagte er.

Sein Gegenüber erwies sich als fairer Verlierer. „Der PHC hat verdient gewonnen, war von Anfang bis Ende jederzeit besser“, meinte Jörg Domagala und begann, sein Team bereits wieder aufzubauen: „Erst vor zwei Wochen hat genau diese Mannschaft ein starkes Pokalspiel geboten“.

SV Blau-Weiß Perleberg: Stephan Schubert, André Jähnigen, Matthias Nagel - Tobias Köhler, Toralf Hampel (4), Mirko Helmdach (12), Robert Neudmann (1), Sören Dieme (1), Danilo Helmdach (3), Oliver Woelke, Florian Bär (1), Ludwig Dohnert (4), Philipp Tietz (2)

PHC Wittenberge: René Jahns, Stephan Neutmann - Martin Giske (6), Christian Walenciak (2), Martin Hückel (4), Tobias Jüchert (9), Florian Maske (13), David Krabbe, Sebastian Könning, Christopher Schmidt (3), Hannes Fieseler (1), Michael Dier

Stationen: 1:6, 3:8, %:10, 7:15, 13:18 - 13:22, 15:27, 19:30,25:35, Endstand 28:38

Zeitstrafen: Perleberg (6), PHC (3)
Schiedsrichter: Axel Kalusche und Marco Gerigk (MTV Altlandsberg)

Punktspielbericht vom 15.09.2012 (Frauen)

 
(Der Prignitzer" vom 18.09.2012)
Spielgemeinschaft feiert Sieg zum Auftakt

 

Ein Auftakterfolg gelang den Handballerinnen der Spielgemeinschaft Pritzwalk-Perleberg in der Spielunion. Die von Milan Glißmann und Jörg Domagala trainierten Frauen setzten sich gegen die TSG Liebenwalde II mit 18:16 (8:6) durch.

Einen Sieg meldete auch die männliche Jugend B des SV Blau-Weiß Perleberg. Sie gewann gegen die SGH Elektronik Kyritz mit 28:21 (15:9). 

Punktspielbericht vom 08.09.2012 (1. Männer)

 

von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 10.09.2012)

Mangelnde Chancenverwertung kostet Blau-Weiß den Sieg

Die Handballer vom SV Blau-Weiß Perleberg sind mit einer Niederlage in die neue Verbandsliga-Saison gestartet. Die Rolandstädter unterlagen am Sonnabend beim 1. VfL Potsdam II mit 28:33 (14:16). Erfolgreichste Torschützen im Team der Rolandstädter waren Mirko Helmdach (11) und Toralf Hampel (5). Trotz der am Ende klaren Niederlage meinte Blau-Weiß-Coach Jörg Domagala: „Wir hätten das Spiel durchaus auch gewinnen können.“

Dass die Perleberger nach Spielschluss aber doch mit leeren Händen dastanden, machte Domagala an der mangelnden Effizienz bei der Chancenverwertung seiner Spieler fest. „Wir haben zehn, zwölf klarste Torchancen vergeben. Insgesamt konnte die gesamte Mannschaft nicht an die Leistung vom Pokalsieg vor einer Woche anknüpfen.“

Die Gäste, die auf Sören Dieme, Gordon Wudke, Danilo Helmdach und Michael Franke verzichten mussten, fanden zunächst gut in die Begegnung. Bis zum 13:13 war das Spiel ausgeglichen, wechselte die Führung mehrfach hin und her. Erst kurz vor der Pause zogen die Landeshauptstädter auf 16:13 davon. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Prignitzer aber eine ganz schwache Phase, in der der VfL seinen Vorsprung auf acht Tore (24:16) ausbauen konnte. „Das war spielentscheidend“, fand Domagala. Zwar kamen die Perleberger zwischenzeitlich wieder auf drei Tore heran (23:26, 27:30), doch die Potsdamer nutzten schließlich die Lücken in der nun offensiv agierenden Gästeabwehr und brachten den Vorsprung über die Zeit.
Eine ordentliche Vorstellung bot Neuzugang Patrick Cesla, den Trainer Domagala in der Aufbaumitte agieren ließ. „Er hat sich gut eingeführt und seine Sache ganz gut gemacht.“

Pokalspiel-Bericht vom 01.09.2012 (1. Männer)

 

von Eckard Peglow (Märkische Allgemeine Zeitung vom 03.09.2012)

Klare Sache für Blau-Weiß

Perleberger stehen in der nächsten Runde des Landespokalwettbewerbs


Feste werden gefeiert wie sie fallen. Zum Feiern fanden Perlebergs Verbandsliga-Handballer am Sonnabend gleich zwei Gründe. Der erste war ihr 35:27-Erfolg gegen den Brandenburgligisten Grün-Weiß Finsterwalde in der Vorrunde des Landespokalwettbewerbs und der zweite die Hochzeit ihres Mannschaftskameraden Danilo Helmdach. Dem sahen sie das Fehlen in ihren Reihen an diesem Tag großzügig nach und präsentierten sich schon vor dem Spiel gut drauf. In der Begegnung hielten sich die Blau-Weißen strikt an die taktische Marschroute, steckten nach anfänglichem Rückstand (1:4) nicht auf und waren vom 4:4 (6.) bis zum 8:8 (14.) immer auf Augenhöhe mit dem höherklassigen Kontrahenten. Ab der 16. Minute und dem 9:8 lagen die Rolandstädter erstmals in Führung und gaben diese dann nie mehr aus der Hand. Mit einer Fünf-Tore-Führung gingen die Schützlinge von Jörg Domagala und Wolfgang Milstrey in die Kabine. Nach dem Wiederanpfiff zeigten die Perleberger, dass ihnen die Pause nicht geschadet hatte. Ihr „Leitwolf“ Mirko Helmdach legte sofort ein Tor nach. Als die Finsterwalder von 21:14 auf 21:17 (36.) verkürzten, sah es so aus, als wollten sie sich gegen die drohende Niederlage aufbäumen. Doch die Perleberger ließen auch in der zweiten Halbzeit nichts mehr anbrennen. Herausragend und einmal mehr eine Klasse für sich war Mirko Helmdach, dem alleine 18 Tore gelangen. Doch auch diese Treffer gingen zu einem großen Teil auf die Kappe der Mannschaft, die mit ihrer Spielweise dem „Leitwolf“ das Treffen ermöglichte. Nicht zu vergessen auch die Leistung von Stephan Schubert. Perlebergs Nummer eins im Tor zog den mitunter überheblich auftretenden Finsterwaldern ein ums andere Mal den Zahn. Mit starkem Stellungsspiel und klasse Reaktionen, unter anderem bei einem fiesen Heber, vereitelte er viele Gegentreffer. Die Perleberger Geschlossenheit belegt auch die Tatsache, dass sich gleich fünf weitere Spieler mehrfach in die Torschützenliste eintrugen. Nach dem Abpfiff begann dann das Feiern der Blau-Weißen. Die Siegesfeier wurde auf der Hochzeitsfeier von Danilo Helmdach bis in den frühen Sonntagmorgen fortgesetzt.

SV Blau-Weiß Perleberg: Stephan Schubert, André Jähnigen, Matthias Nagel; Toralf Hampel (3), Mirko Helmdach (18), Robert Neudmann (2), Sören Dieme (6), Tobias Köhler, Gordon Wudke, Michael Franke, Ludwig Dohnert (4), Oliver Woelke (2), Philipp Tietz, Florian Bär

Spielbericht vom 05.05.2012 (1. Männer)

 

von Eckard Peglow (Märkische Allgemeine Zeitung vom 10.05.2012)

Blau-Weiß behält einen Punkt
Wittenberger verpassen Sieg im Prignitz-Derby gegen Perleberg denkbar knapp

Das Prignitzderby am letzten Spieltag der Handball-Verbandsliga Nord der Männer, zwischen Blau-Weiß Perleberg und dem PHC Wittenberge, endete 26:26 (13:14). Während Perlebergs Blau-Weiße und ihre Fans diese Punkteteilung wie einen Sieg feierten, haderte das Wittenberger Lager mit dem Ergebnis etwas. Was auch verständlich war, denn der PHC war zwölf Sekunden vor der Schlusssirene mit 26:25 in Führung gegangen. Der Wittenberger Sieg schien perfekt. Doch in der Schlusssekunde verwandelte der Perleberger Mirko Helmdach einen Siebenmeter zum 26:26. Unterm Strich war die Punkteteilung für Blau-Weiß glücklich, aber verdient. Die Wittenberger, durchweg besser besetzt, waren spielerisch überlegen, nutzten diese Überlegenheit aber nicht konsequent genug. Die Perleberger setzten ihren Kampfgeist gegen und wurden letztlich dafür mit dem Ausgleich belohnt. Besonders erfreulich war der faire Umgang der Spieler auf der Platte miteinander. Auch beide Fanlager unterließen jegliche Attacken. So sahen die gut 600 Zuschauer eine Verbandsligapartie von deutlich überdurchschnittlicher Qualität, die phasenweise und vor allem in den letzten zehn Minuten auf Messers Schneide stand. Blau-Weiß lief schnell immer einem Rückstand hinterher, schaffte aber mit viel Einsatz und einem bärenstarken Mirko Helmdach immer wieder den Anschluss oder Ausgleich. In der gesamten Partie lagen die Kreisstädter viermal vorn: 1:0 (1.), 4:3 (7.), 5:4 (8.) und 24:23 (54. Minute). Ansonsten gaben immer die Elbestädter den Takt auf dem Parkett an. Dass die Blau-Weißen nie aufsteckten und auf ihre Chancen lauerten, belegt die Tatsache, dass sie neunmal den Spielstand egalisierten (3:3, 9:9, 13:13, 15:15, 21:21, 22:22, 23:23, 25:25, 26:26). Herausragend aus der Perleberger Mannschaft war neben Mirko Helmdach auch die Leistung von Stephan Schubert. Der Blau-Weiß -Keeper stand häufig völlig richtig und entschärfte mehrere Torwürfe, einschließlich Siebenmeter, klasse.

Bemerkenswert war die Schlussphase der Partie, als die Wittenberger Sekunden vor dem Spielende mit einem Tor Vorsprung führten und ihren Ballbesitz wegen eines Wechselfehlers verloren. Blau-Weiß, nun in Ballbesitz, holte clever einen Siebenmeter heraus, der dann zum Ausgleich führte. Pikant an dieser Szene war, dass der Wechselfehler von den Schiris offenbar nicht bemerkt und erst nach der Anzeige durch das Wettkampfgericht durch die Unparteiischen geahndet wurde.

 

Ärgerlich aus Sicht der Wittenberger war gewiss, dass sie mit diesem Unentschieden den Vizerang in der Nordstaffel und den damit möglicherweise verbundenen Relegationsplatz für den Aufstieg in die Brandenburgliga knapp verpassten.

SV Blau-Weiß Perleberg: Stephan Schubert, André Jähnigen, Michael Pehlke; Tobias Köhler (1), Gordon Wudke, Toralf Hampel (5), Robert Neudmann (1), Danilo Helmdach (3), Ludwig Dohnert (2), Florian Bär, Mirko Helmdach (14), Philipp Tietz, Sören Dieme, Oliver Woelke

PHC Wittenberge: Steffen Tonello, Stephan Neutmann, René Jahns; Martin Hückel (6), Martin Giske (4), Patrick Cesla, Tobias Rosenau (2), Mathias Richter (2), Christian Walenciak (1), Tobias Jüchert, David Krabbe, Christopher O´Reilly (2), Florian Maske (9), Bastian Priess

Trainerstimme:
Wolfgang Heil, SV Blau-Weiß Perleberg:
Meine Mannschaft hat die von mir ausgegebene Marschroute sehr gut eingehalten und im Spiel Charakter bewiesen. Dafür mein Kompliment an die ganze Mannschaft. Letztlich hat sich der PHC den Punktverlust selbst zuzuschreiben. Wer zweimal mit drei Toren und einmal sogar mit vier Toren vorne liegt und bei überlegener Spielweise diesen Vorsprung nicht vorentscheidend nutzt, muss sich nicht wundern, wenn der Gegner in den letzten Sekunden des Spiels seine Chance zu Ausgleich nutzt. Verwundert war ich gleich nach dem Spielende darüber, dass Wittenberges Trainer den nach den Spielen üblichen Handshake mit mir ausschlug und einfach verschwand.

Spielbericht vom 21.04.2012 (1. Männer)

 

von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 23.04.2012)

Frühe Rote Karte zerstört Konzept
Perleberger Verbandsliga-Handballer beim 19:34 (9:17) gegen Oranienburger HC II chancenlos

Eine deutliche Heimniederlage kassiert, aber den Klassenerhalt gesichert. Das ist die Bilanz der vorletzten Heimpartie der Verbandsliga-Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg in der Saison 2011/12. Beim 19:34 (9:17) gegen den Oranienburger HC II waren die Gastgeber allerdings chancenlos.

„Wir haben heute in keiner Phase Normalform erreicht. Aber zum Glück haben alle anderen für uns gespielt. Absteigen können wir nicht mehr“, sagte der Perleberger Trainer Wolfgang Heil. Dennoch überwog bei aller Freude über den Klassenerhalt der Ärger über den Auftritt seines Teams in der Rolandhalle: „Ich bin überhaupt nicht zufrieden“.

Konnte er auch nicht sein. Das ohnehin ersatzgeschwächte Perleberger Team (ohne Marcel Domagala, Danilo Helmdach und Toralf Hampel) geriet schnell 0:4 in Rückstand. Als sich die Blau-Weißen ein wenig zu fangen schienen, kam der nächste - spielentscheidende - Rückschlag. Bei einem Gerangel am Siebenmeterpunkt trat ein Oranienburger dann Mirko Helmdach ins Gesicht. Der Perleberger seinerseits wollte sich nur aus der Situation befreien, machte keine aktive Bewegung. Das interpretierten die Schiedsrichter anders, zeigten beiden Akteuren die Rote Karte. Die Perleberger mussten nach acht Minuten ohne ihren Führungsspieler auskommen.

„Das hat uns dann völlig aus dem Konzept gebracht“, sah Wolfgang Heil seine Mannschaft plötzlich mit 4:9 im Hintertreffen. Blau-Weiß verkürzte noch einmal auf 6:9, doch dann sorgten ein starker Gäste-Torhüter und Perleberger Fehler dafür, dass der Rückstand schnell größer wurde. Das änderte sich auch nach dem Wechsel nicht, Oranienburg baute den Vorsprung kontinuierlich aus und brachte die Partie mit 34:19 sicher nach Hause.

Mirko Helmdach kann übrigens im letzten Heimspiel der Blau-Weißen am 5. Mai im Derby gegen den PHC Wittenberge auflaufen. „Die Rote Karte hat keine Konsequenzen. Wir haben nach dem Spiel mit den Schiedsrichtern gesprochen. Sie haben in den Bericht geschrieben, Mirko habe gestoßen“, sagte der Perleberger Trainer zum Abschluss.

Blau-Weiß Perleberg: Schubert, Jähnigen - Köhler, Wudke (2), Franke (1), Neudmann (5), Franke (1), Dohnert (3), Bär (2), Mirko Helmdach (1), Tietz (2), Dieme (1), Großer (2)

Spielbericht vom 24.03.2012 (1. Männer)

 

von Eckhard Peglow ("Märkische Allgemeine Zeitung" vom 26.03.2012)

HANDBALL-VERBANDSLIGA: Blau-Weiß zieht sein Spiel durch
Perlebergs Männer lassen gegen Angermünde nichts anbrennen

Die Verbandsliga-Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg behielten am Sonnabend gegen die Sieben des HC 52 Angermünde mit 33:23 (18:9) die Oberhand. Die Perleberger ließen von der ersten Minute an keinen Zweifel daran aufkommen, wer die heimische Rolandhalle als Sieger verlassen würde. Es war keine Minute gespielt, da brachte Robert Neudmann Blau-Weiß in Front. Eine Minute später legte Mirko Helmdach zum 2:0 nach. Die Angermünder versuchten, die richtige Antwort zu geben. Doch für sie war das Perleberger Tor wie vernagelt. Blau-Weiß-Keeper Stephan Schubert, der einen bärenstarken Tag erwischt hatte, ließ bis zur 11. Minute keinen Gegentreffer zu. Bis dahin hatten sich die Schützlinge von Trainer Wolfgang Heil aber schon einen 6:0-Vorsprung erarbeitet. Als die Pausensirene erklang, lagen sie mit 18:9 vorn. Die klare Halbzeitführung ging in Ordnung. Sie hätte sogar noch etwas deutlicher ausfallen können. Nach dem Wiederanpfiff der Partie sah es fünf Minuten lang so aus, als würden sich die Männer aus der Uckermark nicht so einfach abschlachten lassen. Sie machten fünf Tore am Stück. Doch dann lief die Maschine der Prignitzer wieder auf Touren und es ging weiter wie in der ersten Halbzeit. Neudmann und auch der gesundheitlich angeschlagene Mirko Helmdach ließen sich von den Gästen nicht an die Kette legen. Auch die anderen Perleberger machten ihre Tore. Nur wer auf der Bank blieb, trug sich nicht in die Torschützenliste ein. Zwar wehrten sich die Angermünder nach Kräften und spielten erfolgreicher als im ersten Durchgang, doch auch die zweiten 30 Minuten gingen an die Gastgeber. Schon in der 41. Minute, beim Stand von 23:14, begannen die Perleberger Fans ihre Sieben zu feiern. In der letzten Viertelstunde klang es immer wieder: „Wir sind alle Perleberger Jungs!“ So erfolgreich die Blau-Weiß-Angreifer waren, so sicher stand „Schubi“ im Tor. Drei Minuten vor dem Spielende, es stand 32:22, ließ er sich auswechseln. Der Kurzauftritt von Schlussmann André Jähnigen knüpfte nahtlos an die gute Leistung von Perlebergs Nummer eins an.

Spielbericht vom 17.03.2012 (1. Männer)

 

von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 20.03.2012)

Blau-Weiß-Trainer Heil sauer: Leidenschaft hat gefehlt

Eine völlig unnötige 30:32 (12:15)-Auswärtsniederlage mussten die Handballer vom SV Blau-Weiß Perleberg am Sonnabend in der Verbandsliga Nord bei der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst hinnehmen. Nach den beiden Siegen im Meisterschafts-Hinspiel und im HVB-Pokal war es die erste Saisonpleite für die Perleberger gegen die HSG in dieser Saison.

Dementsprechend angefressen war Trainer Wolfgang Heil auch noch einen Tag nach dem Spiel. „Ahrensdorf spielte nicht überragend, hat aber als Team geagiert. Wie nicht. Unsere erfahrenen Spieler haben sich nicht an die taktischen Vorgaben gehalten, sich viel zu oft in Einzelaktionen verstrickt. Zudem haben unsere Torhüter kaum eine Hand an den Ball gekriegt“, monierte Heil, der die jungen Spieler wie Ludwig Dohnert, Philipp Tietz oder Florian Bär von der Kritik ausschloss. „Sie haben ihre Aufgaben erfüllt.“ Bester Torschütze bei den Perlebergern war Mirko Helmdach, der zwölf Treffer (darunter sieben verwandelte Siebenmeter) erzielte.

Auch wenn die Rolandstädter derzeit als Tabellen-7. noch reichlich Luft zu den Abstiegsplätzen und nur noch drei Heimspiele zu absolvieren haben, hob Heil warnend den Zeigefinger: „Ab sofort befinden wir uns im Abstiegskampf.“ Einmal in Fahrt gekommen, ging der Perleberger Trainer mit seinem Team weiter hart ins Gericht. „Gerade bei den Auswärtsspielen fehlen mir bei einigen die richtige Einstellung, Leidenschaft und Leistung. Ich habe den Eindruck, dass einige zu sorglos an die Lösung der Aufgaben gehen, sich dem Ernst der Lage nicht bewusst sind. Als Konsequenz werde ich die Spieler beim Training ganz genau beobachten.“
In Ahrensdorf waren die Perleberger in den ersten 20 Minuten „nicht anwesend“ (Heil) und liefen so von Beginn an einem Rückstand hinterher. Zwischenzeitlich betrug die Führung der Gastgeber fünf Tore (11:6). Danach hielten die Blau-Weißen das Spiel offener, waren Mitte des zweiten Abschnitts beim Stand von 27:28 sogar bis auf ein Tor an der HSG heran. Zum Punktgewinn sollte es aus oben genannten Gründen aber nicht mehr reichen.

Blau-Weiß Perleberg: Jähnigen, St. Schubert - Köhler (2), D. Helmdach, Wudke, Hampel (3), M. Helmdach (12), Franke (1), Bär (2), Dohnert (4), Tietz (1), Neudmann (5), Dieme

Punktspielbericht vom 10.03.2012 (1. Männer)
 

von Eckard Peglow ("Märkische Allgemeine Zeitung" vom 12.03.2012)

Jederzeit auf Augenhöhe
Rolandstädter holen gegen Brandenburg West II einen Punkt

Die Vorzeichen waren für Perlebergs Verbandsligahandballer nicht die besten. Stammspieler Robert Neudmann musste pausieren. Torwart André Jähnigen verletzte sich kurz vor dem Spiel, so stand er nur angeschlagen zur Verfügung. Viel deutete darauf hin, dass es für die Rolandstädter nicht bestens laufen würde. Doch nach 60 spannenden Minuten trennten sich der SV Blau-Weiß Perleberg und SV 63 Brandenburg-West II mit einem gerechten 35:35.
Der Sport der auf dem Parkett geboten wurde, war von der deutlich besseren Art. Kein Punktspielkontrahent bot in dieser Saison in der Rolandhalle eine bessere Vorstellung. Die Perleberger machten in dieser Partie das erste und letzte Tor. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe. Nach 33 Sekunden markierte Mirko Helmdach das 1:0. Postwendend folgte der Ausgleich. Bis zum 6:4 legte Perleberg immer vor, dann folgte der 6:6 Ausgleich (10.). Brandenburg ging erstmals in Front. Die Blau-Weißen blieben dran. Es ging hin und her. Von der 19. bis 24. Minute sah es so aus, als würde der Tabellendritte aus der Havelstadt Oberwasser bekommen. Doch die Perleberger Abwehr und vor allem Torwart André Jähnigen ließen ihn nicht zu weit enteilen. Dann glich Mirko Helmdach zum 16:16 aus (28.) und beim Seitenwechsel lag Blau-Weiß mit 18:16 vorn. Die Führung ließ die Perleberger und ihre Fans auf einen für sie positiven Ausgang hoffen. Doch die Havelstädter machten sofort nach dem Wiederanpfiff der Partie klar, dass auch sie punkten wollten und verkürzten auf 18:17. Bis zur 48. Minute und dem 27:27 ging es hin und her. Dann legten die Perleberger gegen die handfesten aber im Wesentlichen fairen Gäste einen Zwischenspurt ein und zogen auf 31:27 davon. Bis zum 32:31 in der 54. Minute sah alles nach einem Perleberger Erfolg aus. Doch dann legten die Brandenburger einen Zahn zu und gingen 33:32, 34:33 und 35:33 in Front. Zu spielen waren keine anderthalb Minuten mehr, da gelang Toralf Hampel der 34:35 Anschlusstreffer. Als die Brandenburger einen Siebenmeter bekamen, war keine Minute mehr zu spielen. Jähnigen hielt klasse. Keine halbe Minute war noch zu spielen. Einer Auszeit folgte ein Perleberger Angriff, bei dem die Blau-Weißen (in Bundesligamanier) für ihren Keeper einen siebten Feldspieler brachten. Aus dem Spiel heraus fiel kein Treffer. Doch Blau-Weiß bekam einen Siebenmeter, Toralf Hampel übernahm 20 Sekunden vor der Schlusssirene die Verantwortung und traf. In den letzten Sekunden kam wieder Keeper Jähnigen und wenig später rockte die Halle. Die Perleberger Fans feierten ihre Sieben und die nahm André Jähnigen in die Mitte ihres Kreises und bedankte sich so für seine Leistung. Angeschlagen in die Partie gegangen steigerte er sich prächtig und war ein formidabler Ersatz für Stephan Schubert, der diesmal zwischen den Pfosten nicht so recht in Form war.

Blau-Weiß Perleberg:

Stephan Schubert, André Jähnigen, Michael Pehlke; Gordon Wudke (2), Toralf Hampel (8), Mirko Helmdach (12), Tobias Köhler, Michael Franke, Ludwig Dohnert (2), Sören Dieme (1), Danilo Helmdach (6), Philip Tietz, Florian Bär (4), Thilo Friehs

Punktspielbericht vom 03.03.2012 (1. Männer)

 

von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 06.03.2012)

Perleberger Handballer zeigen in Werneuchen zwei Gesichter

„Gegen Borgsdorf hui, in Werneuchen pfui. Und selbst dort die erste Halbzeit hui, die zweite dann pfui“. Wolfgang Heil, Trainer der Verbandsliga-Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg, ärgerte sich über die zwei Gesichter seiner Mannschaft. Diese hatte das Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Werneuchen mit 34:35 (18:13) verloren.

Die Perleberger gingen unter keinen guten Voraussetzungen in das Spiel. Danilo Helmdach, Ludwig Dohnert und Florian Bär fehlten aus unterschiedlichen Gründen. So standen mit Mirko Helmdach und Robert Neudmann nur zwei Rückraumspieler zur Verfügung. Dazu kam die Atmosphäre in der vollbesetzten Halle. Aber das steckten die Blau-Weißen gut weg. „Wir haben sie ausgekontert. Zur Pause war alles in Ordnung“, sagte der Trainer zur 18:13-Pausenführung seines Teams.

Danach brachen die Perleberger ein. Leichte Fehler schlichen sich ein und die Gastgeber verkürzten den Rückstand. Bei Blau-Weiß konnten die Torhüter nicht an Leistung aus dem Borgsdorf-Spiel anknüpfen, auch Robert Neudmann hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Dennoch führten die Perleberger noch 33:31 (55.).

Die folgenden 120 Sekunden kippten aus Perleberger Sicht das Spiel. Nach einem Offensivfoul an Gordon Wudke läuft das Spiel weiter, der Werneuchener Kreisläufer trifft. Torwart Jähnigen will den Ball nach vorn bringen, wird dabei vom Kreisläufer umgestoßen. Beim Gerangel um den Ball am Mittelkreis sieht ein Werneuchener die Rote Karte. Der zweite Schiedsrichter kommt herbei und zeigt auch Neudmann die Rote Karte. Nach einem Eintrag im Spielberichtsbogen wird der Perleberger wohl für zwei Spiele gesperrt. Werneuchen hatte das Spiel zum 35:33 gedreht.
„Aber wegen dieser Entscheidungen haben wir das Spiel nicht verloren. Wir haben vorher einfach den Sack nicht zugemacht“, erklärte Wolfgang Heil.

Perleberg: Schubert, Jähnigen – Köhler (2), Wudke (3), Hampel (5), Mirko Helmdach (16), Franke (2), Neudmann (3), Tietz, Dieme (3)

Punktspielbericht vom 25.02.2012 (1. Männer)

 

von Eckard Peglow ("Märkische Allgemeine Zeitung" vom 27.02.2012)

HANDBALL-VERBANDSLIGA: Spannende Partie in der Rolandhalle
Perleberger Männer besiegen Spitzenreiter Borgsdorf 32:30

„Gegen Blau-Weiß kann man mal verlieren“ skandierten nach dem Punktspiel der Verbandsliga Nord die Fans der Perleberger Handballer. Grund der nachfolgenden Feier war der 32:30 (17:15)-Erfolg der Rolandstädter gegen Tabellenführer Forst Borgsdorf. Dem Perleberger Erfolg waren 60 spannende Minuten vorausgegangen, in denen den gut 300 Zuschauern ordentlicher Handball, mit fast allem was in diesem Sport möglich ist, geboten wurde. Die Schützlinge von Trainer Wolfgang Heil entzauberten den bis dato verlustpunktfreien Ligaprimus mit einer taktisch starken Leistung, dem herausragenden Mirko Helmdach als Werfer von 18 Toren sowie einem wiedererstarkten Robert Neudmann. Tobias Köhler, der eine männermäßige Leistung bot, erspielte sich wohl für die nächsten Begegnungen einen Stammplatz in der Blau-Weiß-Truppe. Und dann, wohl spielentscheidend, der Auftritt von Stephan Schubert im Tor der Blau-Weißen. Was der in den vergangenen Spielen eher enttäuschend auftretende Keeper in den wichtigen Szenen hielt, gab seinen Vorderleuten Kraft, am Ende als Sieger von der Platte zu gehen. Die Partie hatte fast alles, was ein gutes Handballspiel ausmacht. Zwei nie aufsteckende Mannschaften, pro Minute gut ein Treffer, Zwei-Minuten-Strafen, Gelbe Karten, Rote Karten, Siebenmeter die saßen, pariert wurden, am Pfosten landeten oder nicht gewertet wurden. Unterm Strich war auch der überwiegend faire Umgang der Kontrahenten miteinander auffällig. Was fehlte, war ein strahlender Auftritt des Spitzenreiters – von dem jeder erwartete, dass er sein Spiel machen würde. Aber von einem überragenden eigenen Spiel waren die Borgsdorfer um einiges entfernt. Zwar steckten sie die 1:0-Führung durch Mirko Helmdach weg, egalisierten das Ergebnis und zogen in den nächsten Spielminuten auf 3:1 (3.) 6:4 (8.), 8:5 (11.) und 10:8 (17.) davon. Doch das allgemein erwartete Freiwerfen des Tabellenführes blieb aus. Torwart André Jähnigen arbeitete ordentlich, Mirko Helmdach setzte immer wieder Gegentreffer und auch Tobias Köhler lieferte starke Auftritte ab. In der 20. Minute nahm Borgsdorf, das nur noch 10:9 führte, eine Auszeit und kassierte prompt den Ausgleich. Zwar wehrte dann der eingewechselte Stephan Schubert den Gegenabgriff des Favoriten noch ab, doch gegen den nachfolgenden Siebenmeter war er machtlos und Borgsdorf lag 11:10 vorn (21.). Dann glich Robert Neudmann aus (22.) und eine halbe Minute später brachte Mirko Helmdach Perleberg 12:11 in Front. Zwar glich Borgsdorf postwendend aus, doch das war in der ersten Halbzeit der letzte Ausgleich durch den Tabellenführer, der mit Max Stutenbecker einen ebenso torgefährlichen Mann hatte, wie Blau-Weiß mit seinem Leitwolf Helmdach. Mit dem 13:12 in der 25. Minute hatten die Blau-Weißen wieder Oberwasser. Zwar bot auch Arne Schneider auf Seiten der Gäste eine starke Vorstellung, doch die Perleberger Abwehr arbeitete konzentriert und im Borgsdorfer Kasten schlug der Ball noch viermal ein. Beim Stand von 17:15 wurden die Seiten gewechselt. Nach dem Wiederanpfiff der Partie zeigte der Tabellenführer Moral und verkürzte. Doch die Heil-Truppe gab die richtige Antwort und stellte den alten Abstand wieder her. Das Spiel lief auf Augenhöhe weiter. In der 43. Minute glich Borgsdorf wieder aus (21:21). Perleberg legte immer wieder vor, doch Stutenbecker und Co witterten ihre Chance, glichen vom 23:23 bis 26:26 immer wieder aus und lagen danach sogar mit 27:26 (52.) und 29:27 (55.) vorn. In den verbleibenden fünf Minuten ließen Helmdach und Co dann aber nichts mehr anbrennen, Sie markierten fünf Treffer und „Schubi“ ließ nur noch einen Gegentreffer zu. Die Wittenberger Fans, die die Angriffe und Treffer der Borgsdorfer beklatschen waren sehr schnell aus der Halle verschwunden und die Rolandstädter feierten ihre Helden, die dem haushohen Favoriten die erste Punktspielniederlage der Saison beigebracht hatten: „Wir sind alle Perleberger Jungs!“ Blau-Weiß Trainer Wolfgang Heil war in den ersten Minuten nach dem Abpfiff der Partie zu keinem verbalen Kommentar in der Lage. Freudentränen nahmen ihm die Worte.

Perleberg: Stephan Schubert, André Jähnigen – Robert Neudmann (6), Toralf Hampel (3), Gordon Wudke (2), Florian Bär, Mirko Helmdach (18), Danilo Helmdach (1), Tobias Köhler (2), Ludwig Dohnert, Sören Dieme, Michael Franke, Philipp Tietz

Punktspielbericht (1. Männer) vom 11.02.2012

 

von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 13.02.2012)

Perleberger Handballer im Abstiegskampf

Das hatten sich die Verbandsliga-Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg bestimmt etwas anders vorgestellt. Beim Tabellennachbarn 1. VfL Potsdam III kassierten sie eine schmerzhafte 28:38 (14:24)-Niederlage und müssen sich ab sofort bei jetzt 10:16 Punkten und Platz 7 mit dem Abstiegskampf beschäftigen.

„Wir waren in der Deckung zu halbherzig, zu passiv. Das Rückwärts-Verhalten hat nicht gestimmt“, sagte ein enttäuschter Perleberger Trainer Wolfgang Heil. Denn auch im Angriff der Blau-Weißen lief es nicht rund. Zu viel Hektik, zu viel Alleingänge und es wurde versäumt, als Mannschaft aufzutreten. Das alles monierte der Coach.

Dabei zeigten die Perleberger, die eigentlich in guter Besetzung angetreten waren, dass es auch geht. Nach dem deutlichen Zehn-Tore-Rückstand zur Pause fing sich die Mannschaft, erzielte in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit sechs Tore in Folge und schien beim 20:24 fast dran zu sein. Doch dann fiel das Team wieder in ein Loch, die an diesem Tag besseren Potsdamer zogen erneut davon.
„In solchen Phasen müssen einige unserer Spieler dann endlich auch mal ihre Verbandsligatauglichkeit unter Beweis stellen, Verantwortung übernehmen“, erklärte Wolfgang Heil. Das gilt jetzt verstärkt für die kommenden Aufgaben. Und insbesondere für das Gastspiel des Spitzenreiters Borgsdorf am 25. Februar in der Perleberger Rolandhalle.

Perleberg: Jähnigen, Pehlke – Wudke (1 Tor), Hampel (3), Franke (1), M. Helmdach (11), Dohnert (3), Neudmann (3), Tietz (2), D. Helmdach (3), Bär (1)

Punktspielbericht vom 28.01.2012 (1. Männer)

 

von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 30.01.2012)

Perleberger Heimserie gerissen
Verbandsliga-Handballer vom SV Blau-Weiß unterliegen in der Rolandhalle den Gästen aus Bad Freienwalde mit 25:28 (12:13)

Nun hat es auch den SV Blau-Weiß Perleberg erwischt: Nach acht Heimsiegen in Serie kassierte der Handball-Verbandsligist am Sonnabend vor 260 Zuschauern wieder eine Punktspielniederlage in der heimischen Rolandhalle. 28:25 (13:12) hieß es nach 60 Minuten für die Gäste vom SV Jahn Bad Freienwalde. Beste Torschützen auf Perleberger Seite waren Danilo Helmdach und Toralf Hampel, die je fünf Treffer erzielten.

Das es an der Pleite nichts zu deuteln gab, räumte auch Perlebergs Trainer Wolfgang Heil ein. „Der Sieg für Bad Freienwalde geht absolut in Ordnung.“ Gründe für die Heimniederlage, durch die die Blau-Weißen in der Tabelle auf Rang sieben abrutschten, gab es einige. Da war zum einen die angespannte Personalsituation. So musste, neben Gordon Wudke und dem Langzeitverletzten Marcel Domagala, mit Mirko Helmdach das Hirn der Mannschaft vor Spielbeginn krankheitsbedingt passen. „Mirko hat uns als Spielgestalter und Vollstrecker an allen Ecken gefehlt“, gab Wolfgang Heil unumwunden zu.

Dem Coach missfiel aber auch, dass gerade die älteren Spieler diesmal nicht in der Lage waren, Verantwortung zu übernehmen, sondern nur mitspielten. „Wir waren in den entscheidenden Situationen zu hektisch, haben zu überhastet abgeschlossen. Es fehlte einigen Spielern von uns die Spielübersicht, um Überzahlsituationen zu erkennen.“

Bis zur Halbzeit (12:13) konnte sich kein Team entscheidend absetzen, wechselte die Führung mehrmals. Das die phasenweise zu pomadig agierenden Gastgeber keinen größeren Rückstand hinterherlaufen mussten, lag auch an Torhüter Veiko Springmann. Gleich acht Mal kaufte er den Freienwalder Angreifern den Schneid ab und hielt sein Team so im Spiel.

Nach dem Wechsel erwischten die Gäste den besseren Start und zogen auf 20:15 davon. Die Blau-Weißen, bei denen Sören Dieme nach überstandener Nasen-OP erstmals wieder zum Zug kam, konnten das Ruder anschließend nicht mehr herumreißen. Lediglich zweimal, beim Stand von 19:21 und 20:22 (48.), lagen die Perleberger noch in Schlagdistanz. Am Ende nützte aber auch die offensive Verteidigung (Manndeckung) der Heimsieben nichts mehr. Die Kurstädter brachten den Vorsprung sicher nach Hause.


Christian Schubert: Abschied nach 17 Jahren

Trotz seiner vier Tore verabschiedete sich Christian Schubert so mit einem Negativerlebnis vom Team. Nach 17 Jahren im Trikot der Blau-Weißen zieht es den Linkshänder beruflich zur Bundespolizei nach Frankfurt/Main. „Es war eine schöne Zeit“, erklärt der 23-Jährige mit etwas Wehmut rückblickend . „Die Handballer waren wie eine kleine Familie für mich.“ Das es in seinem letzten Spiel für die Perleberger Handballer nicht zum Sieg reichte, machte Schubert, der schon in den zurückliegenden Wochen kaum noch zum Zuge kam, auch an fehlenden personellen Alternativen fest. „Gerade am Kreis haben uns die Leistungsträger gefehlt. Trotzdem hat es noch einmal viel Spaß gemacht.“
Seinen nun ehemaligen Mitstreitern wünscht er für die Zukunft alles Gute. „Ich hoffe, dass es in der kommenden Saison wieder aufwärts geht, sich die jungen Spieler integrieren.“ So wie er selbst, als er 17-jährig das erste Mal für die Perleberger Männermannschaft auflief. „Ich wünsche Christian für die Zukunft alles Gute. Er hat uns über viele Jahre, trotz der Doppelbelastung auch als Leichtathlet, geholfen“, so Trainer Wolfgang Heil.

Perleberg: Springmann, St. Schubert, Jähnigen – Köhler, Hampel (5 Tore), Franke (1), Neudmann (4), Dohnert (1), Chr. Schubert (4), Dieme (1), D. Helmdach (5), Bär (4), Großer
Spielfilm: 1:0, 4:2, 6:6, 10:10, 12:11 HZ 12:13 – 13:16, 15:20, 20:22, 22:26, 25:28.
Zeitstrafen: 2:5
Zuschauer: 260
Schiedsrichter: Ralf-Peter Dallmann / Robert Jex (MTV Altlandsberg)

Punktspielbericht vom 21.01.2012 (1. Männer)

 

von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 24.01.2012)

Perleberger beenden schwarze Serie in Auswärtsspielen

Im siebten Anlauf hat es geklappt: Mit dem 29:24 (13:13) beim MTV Altlandsberg II haben die Verbandsliga-Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg ihren ersten Erfolg in dieser Saison in fremder Halle gelandet. Mit jetzt 10:16 Punkten liegen die Blau-Weißen auf Tabellenrang fünf.

„Das war ein ganz wichtiger Sieg in einem Vier-Punkte-Spiel. Für Altlandsberg war es wohl die letzte Chance, vielleicht doch noch den Klassenerhalt zu schaffen“, sagte der Perleberger Co-Trainer Mirko Helmdach nach dem Sieg beim Schlusslicht. Aber die zwei Punkte fielen den Prignitzern nicht in den Schoß, die stark ersatzgeschwächte Mannschaft musste kämpfen. „Und ich hätte auch nicht unbedingt damit gerechnet, dass wir das mit diesem Kader schaffen“, erklärte Mirko Helmdach angesichts der Ausfälle von Sören Dieme, Marcel Domagala, Oliver Woelke, Danilo Helmdach und Christian Schubert.

In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Teams zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Kurz vor der Pause zog die Altlandsberger Reserve auf 13:9 davon, doch die Perleberger wehrten sich und schafften bis zum Wechsel den 13:13-Ausgleich. Nach der Pause bot sich zunächst ein ähnliches Bild. Nach 45 Minuten lagen die Blau-Weißen erstmals mit zwei Toren vorn, bauten diesen Vorsprung bis auf fünf Treffer aus und ließen dann nichts mehr anbrennen.
„Ich hoffe, dass bei uns jetzt auswärts der Knoten geplatzt ist“, meinte der Perleberger Teamchef Mirko Großer. Mirko Helmdach lobte nach der Partie Torwart Vejko Springmann und vor allem die jungen Akteure der Blau-Weißen: „Ludwig Dohnert und Florian Bär haben nicht wegen ihrer Tore ihre Sache sehr gut gemacht“.

SV Blau-Weiß Perleberg: St. Schubert, Springmann (beide Tor) - Köhler (2), Wudke (3), Hampel (2), M. Helmdach (7), Neudmann (4), Dohnert (5), Bär (6)

Punktspielbericht vom 14.01.2012 (1. Männer)

von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 16.01.2012)

Einzigartige Atmosphäre bei Wittenberger Derbysieg
Verbandsliga-Handballer vom PHC bezwingen Perleberg nach starker 1. Halbzeit mit 29:24 (19:10)

Der PHC Wittenberge gewann am Samstagabend das prestigeträchtige Prignitz-Derby in der Handball-Verbandsliga Nord der Männer gegen den SV Blau-Weiß Perleberg mit 29:24 (19:10). In der ausverkauften OSZ-Halle erzielte Martin Hückel (7 Tore) die meisten Treffer für die Gastgeber, die mit dem Erfolg ihren zweiten Tabellenplatz verteidigten. Die Blau-Weißen hatten in Mirko Helmdach (11) ihren besten Schützen.

Was war das für ein Handball-Fest: Schon eine halbe Stunde vor Spielbeginn war die Wittenberger Halle ein Tollhaus, lieferten sich die Fans beider Lager einen stimmgewaltigen Schlagabtausch. Zum Glück für alle Beteiligten blieb es, bis auf ein paar Verbalattacken, das gesamte Spiel über friedlich auf den Rängen. „Die Kulisse war einzigartig. Das ist einfach unbeschreiblich, was hier bei einem Spiel der 6. Liga abgeht“, war PHC-Coach Boris Linnemann bei seinem ersten Prignitz-Derby begeistert von der Atmosphäre. Und auch Perlebergs Teammanager Mirko Großer sprach angesichts der friedlichen Stimmung auf und neben der Platte von „Werbung für den Prignitzer Handball.“

Sportlich hatte der PHC das Geschehen nach leichten Anlaufproblemen schnell im Griff. Mit variablen Angriffsspiel, von allen Positionen ausgehender Torgefahr sowie mit einem sich steigernden Steffen Tonello im PHC-Tor und exzellenter Deckungsarbeit zogen die Gastgeber den Blau-Weißen frühzeitig den Zahn. „Die Zusammenarbeit zwischen Abwehr und Torwart stimmte bei uns vor der Pause gar nicht“, grantelte Perlebergs Trainer Wolfgang Heil, der ab Mitte der ersten Halbzeit auch noch auf Sören Dieme (Verdacht auf Nasenbeinbruch) verzichten musste, hinterher. „Nicht alle Spieler haben sich an die Absprachen gehalten, sich in Einzelaktionen verstrickt, die uns nicht weiterbringen.“

Bei den Gästen strahlte einzig Mirko Helmdach Torgefahr aus, doch auf den Torjäger hatten sich die Gastgeber schnell eingestellt. Nach dem 11:7 durch eine Energieleistung von Chris O’Reily zogen die Wittenberger bis auf 18:7 (O’Reilly) davon. Beim Stand von 19:10 zur Pause schien die Partie für die Wittenberger entschieden.

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten „die harschen Worte in der Kabine“ (Heil) und die Umstellung auf eine offensivere Deckung Wirkung. Vier Mal in Folge trafen die Blau-Weißen und verkürzten auf 14:19. Doch schnell war der der neue Schwung verpufft. Spätestens nach dem von Martin Giske verwandelten Siebenmeter zum 27:17 (45.) waren die berühmten Messen endgültig gesungen.

Danach ließen es die PHC-Spieler etwas gemächlicher angehen. Zudem avancierte Veiko Springmann im Gästetor zu einem großen Rückhalt, so dass den mit einer klaren Leistungssteigerung gegenüber dem ersten Abschnitt aufwartenden Perlebergern bis zum 29:24-Endstand noch ein wenig Ergebniskosmetik gelang. „Am Ende war es auf Grund der individuelleren Klasse ein verdienter Sieg des PHC“, waren sich Linnemann, Großer und sicher auch ein Großteil der Zuschauer einig.

Statistik
Wittenberge: Tonello, Jahns (beide Tor) – Giske (4/1 Siebenmeter), Cesla (2), Rosenau (4), Walenciak (2), Hückel (7), Jüchert (1), Richter (3), O'Reilly (2), Frew, Bebber, Maske (4), Prieß.
Perleberg: St. Schubert, Springmann, Jähnigen (alle Tor) – Köhler, Wudke, Hampel (2), M. Helmdach (11/6), Franke (1), Neudmann (7), Dieme, D. Helmdach (1), Woelke (1), Bär (1), Dohnert.
Spielfilm: 0:1, 2:2, 5:2, 9:5, 11:7, 16:7, HZ 19:10 – 19:14, 24:15, 27:17, 28:21, Endstand 29:24 Zeitstrafen: 6:4 Siebenmeter: 3/1:7/6
SR: Hartmut Diederich / Karl-Heinz Hirthe (HSC 2000 Frankfurt/Oder).

Spielbericht vom Pokalspiel am 08.01.2012

(1. Männer)

 

von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 10.01.2012)

Nach Ostsee-Trip Perleberg zwölf Tore eingeschenkt
Blau-Weiß-Trainer Wolfgang Heil trotz 33:40-Pokal-Aus gegen Altlandsberg mit seinem Team zufrieden

Das Pokal-Aus mit dem 33:40 (18:20) gegen den MTV 1860 Altlandsberg haben die Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg abgehakt. Die teilweise gute Vorstellung gegen den klassenhöheren Brandenburgligisten macht den Perlebergern Mut für das bevorstehende Verbandsliga-Derby am kommenden Sonnabend (17 Uhr) beim PHC Wittenberge in der OSZ-Halle.

„Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden, habe keine Kritikpunkte an der Leistung der Mannschaft. Unter diesen Voraussetzungen, also ohne Marcel Domagala und Christian Schubert, war das schon in Ordnung“, sagte der Perleberger Trainer Wolfgang Heil. Und irgendwie klang dabei ein bisschen Stolz heraus, den Favoriten geärgert zu haben.

„Die Niederlage ist um vier Tore zu hoch ausgefallen. Aber wir hatten am Ende auch keine Siegchance mehr. Altlandsberg war schon eine Klasse besser“, fügte der Coach hinzu. Und kam auch kurz auf einige nicht ganz verständliche Schiedsrichterentscheidungen zu sprechen. Spielentscheidend waren diese nicht. Aber von außen entstand ab und zu der Eindruck, Sebastian Bork und Nico Schween (Oranienburg) gaben den Gästen manchmal etwas zu viel vom Bonus des höherklassigen Teams.

Einen ganz dicken Bonus hat sich bestimmt Pia Cybulski verdient. Vor allem wohl vom MTV-Trainer Ferenc Remes. Denn Pia Cybulski ist die Freundin des Altlandsberger Spielers Felix Erdmann und schlug ihrem Freund vor, das ihm von ihr geschenkte Wochenende an der Ostsee zu verkürzen, damit er am Pokalspiel teilnehmen konnte. Felix Erdmann bedankte sich dafür mit zwölf Toren und bildete mit Paul Gronwald (sechs Treffer) ein Duo auf den Außenpositionen, das die Perleberger Deckung vor viele unlösbare Probleme stellte.

Dennoch verkaufte sich Blau-Weiß vor den 350 Zuschauern in der Rolandhalle insgesamt nicht schlecht, schnupperte trotz Unterzahl nach der Roten Karte für Danilo Helmdach und dem 29:31-Anschluss per Siebenmeter von Toralf Hampel kurz an der Überraschung. Mehr aber auch nicht. In der Schlussphase fehlte dann auch die Kraft.

Blau-Weiß Perleberg: S. Schubert, Jähnigen, Springmann (alle Tor), Köhler (1), Wudke (1), Hampel (7), M. Helmdach (14), Franke, Neudmann (4), Dieme (1), D. Helmdach (5), Bär, Dohnert, Woelke

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