Pressespiegel 2012
Spielbericht vom 05.05.2012
von Eckard Peglow (Märkische Allgemeine Zeitung vom 10.05.2012)
Blau-Weiß behält einen Punkt
Wittenberger verpassen Sieg im Prignitz-Derby gegen Perleberg denkbar knapp
Das Prignitzderby am letzten Spieltag der Handball-Verbandsliga Nord der Männer, zwischen Blau-Weiß Perleberg und dem PHC Wittenberge, endete 26:26 (13:14). Während Perlebergs Blau-Weiße und ihre Fans diese Punkteteilung wie einen Sieg feierten, haderte das Wittenberger Lager mit dem Ergebnis etwas. Was auch verständlich war, denn der PHC war zwölf Sekunden vor der Schlusssirene mit 26:25 in Führung gegangen. Der Wittenberger Sieg schien perfekt. Doch in der Schlusssekunde verwandelte der Perleberger Mirko Helmdach einen Siebenmeter zum 26:26. Unterm Strich war die Punkteteilung für Blau-Weiß glücklich, aber verdient. Die Wittenberger, durchweg besser besetzt, waren spielerisch überlegen, nutzten diese Überlegenheit aber nicht konsequent genug. Die Perleberger setzten ihren Kampfgeist gegen und wurden letztlich dafür mit dem Ausgleich belohnt. Besonders erfreulich war der faire Umgang der Spieler auf der Platte miteinander. Auch beide Fanlager unterließen jegliche Attacken. So sahen die gut 600 Zuschauer eine Verbandsligapartie von deutlich überdurchschnittlicher Qualität, die phasenweise und vor allem in den letzten zehn Minuten auf Messers Schneide stand. Blau-Weiß lief schnell immer einem Rückstand hinterher, schaffte aber mit viel Einsatz und einem bärenstarken Mirko Helmdach immer wieder den Anschluss oder Ausgleich. In der gesamten Partie lagen die Kreisstädter viermal vorn: 1:0 (1.), 4:3 (7.), 5:4 (8.) und 24:23 (54. Minute). Ansonsten gaben immer die Elbestädter den Takt auf dem Parkett an. Dass die Blau-Weißen nie aufsteckten und auf ihre Chancen lauerten, belegt die Tatsache, dass sie neunmal den Spielstand egalisierten (3:3, 9:9, 13:13, 15:15, 21:21, 22:22, 23:23, 25:25, 26:26). Herausragend aus der Perleberger Mannschaft war neben Mirko Helmdach auch die Leistung von Stephan Schubert. Der Blau-Weiß -Keeper stand häufig völlig richtig und entschärfte mehrere Torwürfe, einschließlich Siebenmeter, klasse.
Bemerkenswert war die Schlussphase der Partie, als die Wittenberger Sekunden vor dem Spielende mit einem Tor Vorsprung führten und ihren Ballbesitz wegen eines Wechselfehlers verloren. Blau-Weiß, nun in Ballbesitz, holte clever einen Siebenmeter heraus, der dann zum Ausgleich führte. Pikant an dieser Szene war, dass der Wechselfehler von den Schiris offenbar nicht bemerkt und erst nach der Anzeige durch das Wettkampfgericht durch die Unparteiischen geahndet wurde.
Ärgerlich aus Sicht der Wittenberger war gewiss, dass sie mit diesem Unentschieden den Vizerang in der Nordstaffel und den damit möglicherweise verbundenen Relegationsplatz für den Aufstieg in die Brandenburgliga knapp verpassten.
SV Blau-Weiß Perleberg: Stephan Schubert, André Jähnigen, Michael Pehlke; Tobias Köhler (1), Gordon Wudke, Toralf Hampel (5), Robert Neudmann (1), Danilo Helmdach (3), Ludwig Dohnert (2), Florian Bär, Mirko Helmdach (14), Philipp Tietz, Sören Dieme, Oliver Woelke
PHC Wittenberge: Steffen Tonello, Stephan Neutmann, René Jahns; Martin Hückel (6), Martin Giske (4), Patrick Cesla, Tobias Rosenau (2), Mathias Richter (2), Christian Walenciak (1), Tobias Jüchert, David Krabbe, Christopher O´Reilly (2), Florian Maske (9), Bastian Priess
Trainerstimme:
Wolfgang Heil, SV Blau-Weiß Perleberg:
Meine Mannschaft hat die von mir ausgegebene Marschroute sehr gut eingehalten und im Spiel Charakter bewiesen. Dafür mein Kompliment an die ganze Mannschaft. Letztlich hat sich der PHC den Punktverlust selbst zuzuschreiben. Wer zweimal mit drei Toren und einmal sogar mit vier Toren vorne liegt und bei überlegener Spielweise diesen Vorsprung nicht vorentscheidend nutzt, muss sich nicht wundern, wenn der Gegner in den letzten Sekunden des Spiels seine Chance zu Ausgleich nutzt. Verwundert war ich gleich nach dem Spielende darüber, dass Wittenberges Trainer den nach den Spielen üblichen Handshake mit mir ausschlug und einfach verschwand.
Spielbericht vom 21.04.2012
von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 23.04.2012)
Frühe Rote Karte zerstört Konzept
Perleberger Verbandsliga-Handballer beim 19:34 (9:17) gegen Oranienburger HC II chancenlos
Eine deutliche Heimniederlage kassiert, aber den Klassenerhalt gesichert. Das ist die Bilanz der vorletzten Heimpartie der Verbandsliga-Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg in der Saison 2011/12. Beim 19:34 (9:17) gegen den Oranienburger HC II waren die Gastgeber allerdings chancenlos.
„Wir haben heute in keiner Phase Normalform erreicht. Aber zum Glück haben alle anderen für uns gespielt. Absteigen können wir nicht mehr“, sagte der Perleberger Trainer Wolfgang Heil. Dennoch überwog bei aller Freude über den Klassenerhalt der Ärger über den Auftritt seines Teams in der Rolandhalle: „Ich bin überhaupt nicht zufrieden“.
Konnte er auch nicht sein. Das ohnehin ersatzgeschwächte Perleberger Team (ohne Marcel Domagala, Danilo Helmdach und Toralf Hampel) geriet schnell 0:4 in Rückstand. Als sich die Blau-Weißen ein wenig zu fangen schienen, kam der nächste - spielentscheidende - Rückschlag. Bei einem Gerangel am Siebenmeterpunkt trat ein Oranienburger dann Mirko Helmdach ins Gesicht. Der Perleberger seinerseits wollte sich nur aus der Situation befreien, machte keine aktive Bewegung. Das interpretierten die Schiedsrichter anders, zeigten beiden Akteuren die Rote Karte. Die Perleberger mussten nach acht Minuten ohne ihren Führungsspieler auskommen.
„Das hat uns dann völlig aus dem Konzept gebracht“, sah Wolfgang Heil seine Mannschaft plötzlich mit 4:9 im Hintertreffen. Blau-Weiß verkürzte noch einmal auf 6:9, doch dann sorgten ein starker Gäste-Torhüter und Perleberger Fehler dafür, dass der Rückstand schnell größer wurde. Das änderte sich auch nach dem Wechsel nicht, Oranienburg baute den Vorsprung kontinuierlich aus und brachte die Partie mit 34:19 sicher nach Hause.
Mirko Helmdach kann übrigens im letzten Heimspiel der Blau-Weißen am 5. Mai im Derby gegen den PHC Wittenberge auflaufen. „Die Rote Karte hat keine Konsequenzen. Wir haben nach dem Spiel mit den Schiedsrichtern gesprochen. Sie haben in den Bericht geschrieben, Mirko habe gestoßen“, sagte der Perleberger Trainer zum Abschluss.
Blau-Weiß Perleberg: Schubert, Jähnigen - Köhler, Wudke (2), Franke (1), Neudmann (5), Franke (1), Dohnert (3), Bär (2), Mirko Helmdach (1), Tietz (2), Dieme (1), Großer (2)
Spielbericht vom 24.03.2012
von Eckhard Peglow ("Märkische Allgemeine Zeitung" vom 26.03.2012)
HANDBALL-VERBANDSLIGA: Blau-Weiß zieht sein Spiel durch
Perlebergs Männer lassen gegen Angermünde nichts anbrennen
Die Verbandsliga-Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg behielten am Sonnabend gegen die Sieben des HC 52 Angermünde mit 33:23 (18:9) die Oberhand. Die Perleberger ließen von der ersten Minute an keinen Zweifel daran aufkommen, wer die heimische Rolandhalle als Sieger verlassen würde. Es war keine Minute gespielt, da brachte Robert Neudmann Blau-Weiß in Front. Eine Minute später legte Mirko Helmdach zum 2:0 nach. Die Angermünder versuchten, die richtige Antwort zu geben. Doch für sie war das Perleberger Tor wie vernagelt. Blau-Weiß-Keeper Stephan Schubert, der einen bärenstarken Tag erwischt hatte, ließ bis zur 11. Minute keinen Gegentreffer zu. Bis dahin hatten sich die Schützlinge von Trainer Wolfgang Heil aber schon einen 6:0-Vorsprung erarbeitet. Als die Pausensirene erklang, lagen sie mit 18:9 vorn. Die klare Halbzeitführung ging in Ordnung. Sie hätte sogar noch etwas deutlicher ausfallen können. Nach dem Wiederanpfiff der Partie sah es fünf Minuten lang so aus, als würden sich die Männer aus der Uckermark nicht so einfach abschlachten lassen. Sie machten fünf Tore am Stück. Doch dann lief die Maschine der Prignitzer wieder auf Touren und es ging weiter wie in der ersten Halbzeit. Neudmann und auch der gesundheitlich angeschlagene Mirko Helmdach ließen sich von den Gästen nicht an die Kette legen. Auch die anderen Perleberger machten ihre Tore. Nur wer auf der Bank blieb, trug sich nicht in die Torschützenliste ein. Zwar wehrten sich die Angermünder nach Kräften und spielten erfolgreicher als im ersten Durchgang, doch auch die zweiten 30 Minuten gingen an die Gastgeber. Schon in der 41. Minute, beim Stand von 23:14, begannen die Perleberger Fans ihre Sieben zu feiern. In der letzten Viertelstunde klang es immer wieder: „Wir sind alle Perleberger Jungs!“ So erfolgreich die Blau-Weiß-Angreifer waren, so sicher stand „Schubi“ im Tor. Drei Minuten vor dem Spielende, es stand 32:22, ließ er sich auswechseln. Der Kurzauftritt von Schlussmann André Jähnigen knüpfte nahtlos an die gute Leistung von Perlebergs Nummer eins an.
Spielbericht vom 17.03.2012
von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 20.03.2012)
Blau-Weiß-Trainer Heil sauer: Leidenschaft hat gefehlt
Eine völlig unnötige 30:32 (12:15)-Auswärtsniederlage mussten die Handballer vom SV Blau-Weiß Perleberg am Sonnabend in der Verbandsliga Nord bei der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst hinnehmen. Nach den beiden Siegen im Meisterschafts-Hinspiel und im HVB-Pokal war es die erste Saisonpleite für die Perleberger gegen die HSG in dieser Saison.
Dementsprechend angefressen war Trainer Wolfgang Heil auch noch einen Tag nach dem Spiel. „Ahrensdorf spielte nicht überragend, hat aber als Team geagiert. Wie nicht. Unsere erfahrenen Spieler haben sich nicht an die taktischen Vorgaben gehalten, sich viel zu oft in Einzelaktionen verstrickt. Zudem haben unsere Torhüter kaum eine Hand an den Ball gekriegt“, monierte Heil, der die jungen Spieler wie Ludwig Dohnert, Philipp Tietz oder Florian Bär von der Kritik ausschloss. „Sie haben ihre Aufgaben erfüllt.“ Bester Torschütze bei den Perlebergern war Mirko Helmdach, der zwölf Treffer (darunter sieben verwandelte Siebenmeter) erzielte.
Auch wenn die Rolandstädter derzeit als Tabellen-7. noch reichlich Luft zu den Abstiegsplätzen und nur noch drei Heimspiele zu absolvieren haben, hob Heil warnend den Zeigefinger: „Ab sofort befinden wir uns im Abstiegskampf.“ Einmal in Fahrt gekommen, ging der Perleberger Trainer mit seinem Team weiter hart ins Gericht. „Gerade bei den Auswärtsspielen fehlen mir bei einigen die richtige Einstellung, Leidenschaft und Leistung. Ich habe den Eindruck, dass einige zu sorglos an die Lösung der Aufgaben gehen, sich dem Ernst der Lage nicht bewusst sind. Als Konsequenz werde ich die Spieler beim Training ganz genau beobachten.“
In Ahrensdorf waren die Perleberger in den ersten 20 Minuten „nicht anwesend“ (Heil) und liefen so von Beginn an einem Rückstand hinterher. Zwischenzeitlich betrug die Führung der Gastgeber fünf Tore (11:6). Danach hielten die Blau-Weißen das Spiel offener, waren Mitte des zweiten Abschnitts beim Stand von 27:28 sogar bis auf ein Tor an der HSG heran. Zum Punktgewinn sollte es aus oben genannten Gründen aber nicht mehr reichen.
Blau-Weiß Perleberg: Jähnigen, St. Schubert - Köhler (2), D. Helmdach, Wudke, Hampel (3), M. Helmdach (12), Franke (1), Bär (2), Dohnert (4), Tietz (1), Neudmann (5), Dieme
Punktspielbericht vom 10.03.2012
von Eckard Peglow ("Märkische Allgemeine Zeitung" vom 12.03.2012)
Jederzeit auf Augenhöhe
Rolandstädter holen gegen Brandenburg West II einen Punkt
Die Vorzeichen waren für Perlebergs Verbandsligahandballer nicht die besten. Stammspieler Robert Neudmann musste pausieren. Torwart André Jähnigen verletzte sich kurz vor dem Spiel, so stand er nur angeschlagen zur Verfügung. Viel deutete darauf hin, dass es für die Rolandstädter nicht bestens laufen würde. Doch nach 60 spannenden Minuten trennten sich der SV Blau-Weiß Perleberg und SV 63 Brandenburg-West II mit einem gerechten 35:35.
Der Sport der auf dem Parkett geboten wurde, war von der deutlich besseren Art. Kein Punktspielkontrahent bot in dieser Saison in der Rolandhalle eine bessere Vorstellung. Die Perleberger machten in dieser Partie das erste und letzte Tor. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe. Nach 33 Sekunden markierte Mirko Helmdach das 1:0. Postwendend folgte der Ausgleich. Bis zum 6:4 legte Perleberg immer vor, dann folgte der 6:6 Ausgleich (10.). Brandenburg ging erstmals in Front. Die Blau-Weißen blieben dran. Es ging hin und her. Von der 19. bis 24. Minute sah es so aus, als würde der Tabellendritte aus der Havelstadt Oberwasser bekommen. Doch die Perleberger Abwehr und vor allem Torwart André Jähnigen ließen ihn nicht zu weit enteilen. Dann glich Mirko Helmdach zum 16:16 aus (28.) und beim Seitenwechsel lag Blau-Weiß mit 18:16 vorn. Die Führung ließ die Perleberger und ihre Fans auf einen für sie positiven Ausgang hoffen. Doch die Havelstädter machten sofort nach dem Wiederanpfiff der Partie klar, dass auch sie punkten wollten und verkürzten auf 18:17. Bis zur 48. Minute und dem 27:27 ging es hin und her. Dann legten die Perleberger gegen die handfesten aber im Wesentlichen fairen Gäste einen Zwischenspurt ein und zogen auf 31:27 davon. Bis zum 32:31 in der 54. Minute sah alles nach einem Perleberger Erfolg aus. Doch dann legten die Brandenburger einen Zahn zu und gingen 33:32, 34:33 und 35:33 in Front. Zu spielen waren keine anderthalb Minuten mehr, da gelang Toralf Hampel der 34:35 Anschlusstreffer. Als die Brandenburger einen Siebenmeter bekamen, war keine Minute mehr zu spielen. Jähnigen hielt klasse. Keine halbe Minute war noch zu spielen. Einer Auszeit folgte ein Perleberger Angriff, bei dem die Blau-Weißen (in Bundesligamanier) für ihren Keeper einen siebten Feldspieler brachten. Aus dem Spiel heraus fiel kein Treffer. Doch Blau-Weiß bekam einen Siebenmeter, Toralf Hampel übernahm 20 Sekunden vor der Schlusssirene die Verantwortung und traf. In den letzten Sekunden kam wieder Keeper Jähnigen und wenig später rockte die Halle. Die Perleberger Fans feierten ihre Sieben und die nahm André Jähnigen in die Mitte ihres Kreises und bedankte sich so für seine Leistung. Angeschlagen in die Partie gegangen steigerte er sich prächtig und war ein formidabler Ersatz für Stephan Schubert, der diesmal zwischen den Pfosten nicht so recht in Form war.
Blau-Weiß Perleberg: Stephan Schubert, André Jähnigen, Michael Pehlke; Gordon Wudke (2), Toralf Hampel (8), Mirko Helmdach (12), Tobias Köhler, Michael Franke, Ludwig Dohnert (2), Sören Dieme (1), Danilo Helmdach (6), Philip Tietz, Florian Bär (4), Thilo Friehs
Punktspielbericht vom 03.03.2012
von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 06.03.2012)
Perleberger Handballer zeigen in Werneuchen zwei Gesichter
„Gegen Borgsdorf hui, in Werneuchen pfui. Und selbst dort die erste Halbzeit hui, die zweite dann pfui“. Wolfgang Heil, Trainer der Verbandsliga-Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg, ärgerte sich über die zwei Gesichter seiner Mannschaft. Diese hatte das Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Werneuchen mit 34:35 (18:13) verloren.
Die Perleberger gingen unter keinen guten Voraussetzungen in das Spiel. Danilo Helmdach, Ludwig Dohnert und Florian Bär fehlten aus unterschiedlichen Gründen. So standen mit Mirko Helmdach und Robert Neudmann nur zwei Rückraumspieler zur Verfügung. Dazu kam die Atmosphäre in der vollbesetzten Halle. Aber das steckten die Blau-Weißen gut weg. „Wir haben sie ausgekontert. Zur Pause war alles in Ordnung“, sagte der Trainer zur 18:13-Pausenführung seines Teams.
Danach brachen die Perleberger ein. Leichte Fehler schlichen sich ein und die Gastgeber verkürzten den Rückstand. Bei Blau-Weiß konnten die Torhüter nicht an Leistung aus dem Borgsdorf-Spiel anknüpfen, auch Robert Neudmann hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Dennoch führten die Perleberger noch 33:31 (55.).
Die folgenden 120 Sekunden kippten aus Perleberger Sicht das Spiel. Nach einem Offensivfoul an Gordon Wudke läuft das Spiel weiter, der Werneuchener Kreisläufer trifft. Torwart Jähnigen will den Ball nach vorn bringen, wird dabei vom Kreisläufer umgestoßen. Beim Gerangel um den Ball am Mittelkreis sieht ein Werneuchener die Rote Karte. Der zweite Schiedsrichter kommt herbei und zeigt auch Neudmann die Rote Karte. Nach einem Eintrag im Spielberichtsbogen wird der Perleberger wohl für zwei Spiele gesperrt. Werneuchen hatte das Spiel zum 35:33 gedreht.
„Aber wegen dieser Entscheidungen haben wir das Spiel nicht verloren. Wir haben vorher einfach den Sack nicht zugemacht“, erklärte Wolfgang Heil.
Perleberg: Schubert, Jähnigen – Köhler (2), Wudke (3), Hampel (5), Mirko Helmdach (16), Franke (2), Neudmann (3), Tietz, Dieme (3)
Punktspielbericht vom 25.02.2012
von Eckard Peglow ("Märkische Allgemeine Zeitung" vom 27.02.2012)
HANDBALL-VERBANDSLIGA: Spannende Partie in der Rolandhalle
Perleberger Männer besiegen Spitzenreiter Borgsdorf 32:30
„Gegen Blau-Weiß kann man mal verlieren“ skandierten nach dem Punktspiel der Verbandsliga Nord die Fans der Perleberger Handballer. Grund der nachfolgenden Feier war der 32:30 (17:15)-Erfolg der Rolandstädter gegen Tabellenführer Forst Borgsdorf. Dem Perleberger Erfolg waren 60 spannende Minuten vorausgegangen, in denen den gut 300 Zuschauern ordentlicher Handball, mit fast allem was in diesem Sport möglich ist, geboten wurde. Die Schützlinge von Trainer Wolfgang Heil entzauberten den bis dato verlustpunktfreien Ligaprimus mit einer taktisch starken Leistung, dem herausragenden Mirko Helmdach als Werfer von 18 Toren sowie einem wiedererstarkten Robert Neudmann. Tobias Köhler, der eine männermäßige Leistung bot, erspielte sich wohl für die nächsten Begegnungen einen Stammplatz in der Blau-Weiß-Truppe. Und dann, wohl spielentscheidend, der Auftritt von Stephan Schubert im Tor der Blau-Weißen. Was der in den vergangenen Spielen eher enttäuschend auftretende Keeper in den wichtigen Szenen hielt, gab seinen Vorderleuten Kraft, am Ende als Sieger von der Platte zu gehen. Die Partie hatte fast alles, was ein gutes Handballspiel ausmacht. Zwei nie aufsteckende Mannschaften, pro Minute gut ein Treffer, Zwei-Minuten-Strafen, Gelbe Karten, Rote Karten, Siebenmeter die saßen, pariert wurden, am Pfosten landeten oder nicht gewertet wurden. Unterm Strich war auch der überwiegend faire Umgang der Kontrahenten miteinander auffällig. Was fehlte, war ein strahlender Auftritt des Spitzenreiters – von dem jeder erwartete, dass er sein Spiel machen würde. Aber von einem überragenden eigenen Spiel waren die Borgsdorfer um einiges entfernt. Zwar steckten sie die 1:0-Führung durch Mirko Helmdach weg, egalisierten das Ergebnis und zogen in den nächsten Spielminuten auf 3:1 (3.) 6:4 (8.), 8:5 (11.) und 10:8 (17.) davon. Doch das allgemein erwartete Freiwerfen des Tabellenführes blieb aus. Torwart André Jähnigen arbeitete ordentlich, Mirko Helmdach setzte immer wieder Gegentreffer und auch Tobias Köhler lieferte starke Auftritte ab. In der 20. Minute nahm Borgsdorf, das nur noch 10:9 führte, eine Auszeit und kassierte prompt den Ausgleich. Zwar wehrte dann der eingewechselte Stephan Schubert den Gegenabgriff des Favoriten noch ab, doch gegen den nachfolgenden Siebenmeter war er machtlos und Borgsdorf lag 11:10 vorn (21.). Dann glich Robert Neudmann aus (22.) und eine halbe Minute später brachte Mirko Helmdach Perleberg 12:11 in Front. Zwar glich Borgsdorf postwendend aus, doch das war in der ersten Halbzeit der letzte Ausgleich durch den Tabellenführer, der mit Max Stutenbecker einen ebenso torgefährlichen Mann hatte, wie Blau-Weiß mit seinem Leitwolf Helmdach. Mit dem 13:12 in der 25. Minute hatten die Blau-Weißen wieder Oberwasser. Zwar bot auch Arne Schneider auf Seiten der Gäste eine starke Vorstellung, doch die Perleberger Abwehr arbeitete konzentriert und im Borgsdorfer Kasten schlug der Ball noch viermal ein. Beim Stand von 17:15 wurden die Seiten gewechselt. Nach dem Wiederanpfiff der Partie zeigte der Tabellenführer Moral und verkürzte. Doch die Heil-Truppe gab die richtige Antwort und stellte den alten Abstand wieder her. Das Spiel lief auf Augenhöhe weiter. In der 43. Minute glich Borgsdorf wieder aus (21:21). Perleberg legte immer wieder vor, doch Stutenbecker und Co witterten ihre Chance, glichen vom 23:23 bis 26:26 immer wieder aus und lagen danach sogar mit 27:26 (52.) und 29:27 (55.) vorn. In den verbleibenden fünf Minuten ließen Helmdach und Co dann aber nichts mehr anbrennen, Sie markierten fünf Treffer und „Schubi“ ließ nur noch einen Gegentreffer zu. Die Wittenberger Fans, die die Angriffe und Treffer der Borgsdorfer beklatschen waren sehr schnell aus der Halle verschwunden und die Rolandstädter feierten ihre Helden, die dem haushohen Favoriten die erste Punktspielniederlage der Saison beigebracht hatten: „Wir sind alle Perleberger Jungs!“ Blau-Weiß Trainer Wolfgang Heil war in den ersten Minuten nach dem Abpfiff der Partie zu keinem verbalen Kommentar in der Lage. Freudentränen nahmen ihm die Worte.
Perleberg: Stephan Schubert, André Jähnigen – Robert Neudmann (6), Toralf Hampel (3), Gordon Wudke (2), Florian Bär, Mirko Helmdach (18), Danilo Helmdach (1), Tobias Köhler (2), Ludwig Dohnert, Sören Dieme, Michael Franke, Philipp Tietz
Punktspielbericht 1. Männer vom 11.02.2012
von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 13.02.2012)
Perleberger Handballer im Abstiegskampf
Das hatten sich die Verbandsliga-Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg bestimmt etwas anders vorgestellt. Beim Tabellennachbarn 1. VfL Potsdam III kassierten sie eine schmerzhafte 28:38 (14:24)-Niederlage und müssen sich ab sofort bei jetzt 10:16 Punkten und Platz 7 mit dem Abstiegskampf beschäftigen.
„Wir waren in der Deckung zu halbherzig, zu passiv. Das Rückwärts-Verhalten hat nicht gestimmt“, sagte ein enttäuschter Perleberger Trainer Wolfgang Heil. Denn auch im Angriff der Blau-Weißen lief es nicht rund. Zu viel Hektik, zu viel Alleingänge und es wurde versäumt, als Mannschaft aufzutreten. Das alles monierte der Coach.
Dabei zeigten die Perleberger, die eigentlich in guter Besetzung angetreten waren, dass es auch geht. Nach dem deutlichen Zehn-Tore-Rückstand zur Pause fing sich die Mannschaft, erzielte in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit sechs Tore in Folge und schien beim 20:24 fast dran zu sein. Doch dann fiel das Team wieder in ein Loch, die an diesem Tag besseren Potsdamer zogen erneut davon.
„In solchen Phasen müssen einige unserer Spieler dann endlich auch mal ihre Verbandsligatauglichkeit unter Beweis stellen, Verantwortung übernehmen“, erklärte Wolfgang Heil. Das gilt jetzt verstärkt für die kommenden Aufgaben. Und insbesondere für das Gastspiel des Spitzenreiters Borgsdorf am 25. Februar in der Perleberger Rolandhalle.
Perleberg: Jähnigen, Pehlke – Wudke (1 Tor), Hampel (3), Franke (1), M. Helmdach (11), Dohnert (3), Neudmann (3), Tietz (2), D. Helmdach (3), Bär (1)
Punktspielturnier D-Jugend 11.02.2012
von Jörg Domagala
2 Siege für Perleberger Handball-Nachwuchs
Am Sonnabend hatte die D-Jugend des SV Blau/Weiß Perleberg ihr einziges Heimspielturnier in der laufenden Saison zu bestreiten. Für die Schützlinge von Trainer J. Domagala ging es in diesen zwei Punktspielen darum, die Fortschritte, die im Training erarbeitet wurden, im Wettkampf nachzuweisen.
Im ersten Spiel über 2 x 20 Minuten ging es, gegen den Nachwuchs vom PHC Wittenberge, auch um den 3. Tabellenplatz, den vor dem Spiel die Wittenberger einnahmen.
In den ersten 10 Spielminuten hatten die Gastgeber noch Schwierigkeiten mit ihrer offensiven 3-2-1 Abwehr, viel zu oft gelang es den Wittenbergern an den Kreis in aussichtsreiche Wurfpositionen zu kommen. Im Gegenzug gelang dann jedes Mal sofort wieder der Ausgleich, so dass sich ein ausgeglichenes Spiel abzuzeichnen schien.
Als nach der Hälfte der ersten Halbzeit dann aber die Zuordnung in der Abwehr stimmte und sich Torhüter Lucas Wollgast zu steigern wusste, kamen auch die Angriffsaktionen besser in Schwung. Gute 1-1 Situationen wechselten sich mit erfolgreichen Kontern ab, so dass bis zum Halbzeitpfiff ein beruhigendes 14 : 8 für die Rolandstädter herausgespielt werden konnte.
Mit Beginn der 2. Halbzeit steigerten sich die Blau-Weißen dann auch spielerisch weiter. Schöne Anspiele an den Kreis wechselten sich mit Doppelpässen und schnellen Kontern über den flinken Hauke Friehs ab. Der Sieg über die sich nie aufgebenden und gut kämpfenden Wittenberger hätte nach den zweiten 20 Minuten noch höher ausfallen können, da aber alle Spieler der Kreisstädter ihre Einsatzzeiten erhielten, stand nach 40 Spielminuten ein 31 : 22 Sieg auf der Anzeigetafel.
Ihr zweites Spiel hatten die Perleberger gegen die HSG Westhavelland zu bestreiten. Hier sollte sich ein gänzlich anderes Spiel entwickeln. Von Beginn an dominierten die Abwehrreihen das Spielgeschehen. Gegen die sehr defensiv stehende 6-0 Abwehr (gefordert ist in dieser Altersklasse eigentlich mindestens eine 3-3 Abwehr) konnte sich der Angriff der Blau-Weißen nie richtig entwickeln. Trotzdem gelang die Führung, die während des gesamten Spiels nicht mehr abgegeben wurde. Zur Halbzeit dieses torarmen Spiels stand es 5 : 4 für Perleberg. In der Pausenbesprechung forderte Trainer J. Domagala mehr schnelle Gegenangriffe, um so die defensiv stehende Gästeabwehr zu umgehen. Als die Kräfte der Spieler der HSG Westhavelland dann ab Mitte der zweiten Halbzeit nachließen, konnte dieses taktische Mittel dann auch besser umgesetzt werden, so dass am Ende ein sicherer 12 : 8 Sieg für den Perleberger Nachwuchs zu verzeichnen war. Mit einem guten Einstand in den beiden Spielen konnte sich nach erst 2 Trainingseinheiten im Perleberger Tor Sascha Domres den vielen toll mitgehenden Zuschauern zeigen.
Durch diese zwei Siege übernahmen die Blau-Weißen den 3. Tabellenplatz, welchen es in den letzten beiden Turnieren zu verteidigen gilt.
Ein Danke geht an die 4 Perleberger „Nachwuchs“-Schiedsrichter, die in allen Spielen einen guten Job verrichteten und für die tolle Verpflegung während des Spieltages an Familie Finke-Jungklas.
Für Perleberg spielten: Lukas Wollgast, Sascha Domres (beide Tor) –Felix Braun, Jonas Krutzky, Bastian Kell, Hias Schlosser, Louis-Calvin Kroß, Annika Richter, Hauke Friehs, Philipp-Oliver Nagel, Justin Wendt, Emilio Zell
Weitere Ergebnisse:
HC Pritzwalk – HSG Westhavelland --> 20 : 12 (8 : 6)
PHC Wittenberge – HC Pritzwalk --> 17 : 31 (9 : 18)
Punktspielbericht vom 28.01.2012
von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 30.01.2012)
Perleberger Heimserie gerissen
Verbandsliga-Handballer vom SV Blau-Weiß unterliegen in der Rolandhalle den Gästen aus Bad Freienwalde mit 25:28 (12:13)
Nun hat es auch den SV Blau-Weiß Perleberg erwischt: Nach acht Heimsiegen in Serie kassierte der Handball-Verbandsligist am Sonnabend vor 260 Zuschauern wieder eine Punktspielniederlage in der heimischen Rolandhalle. 28:25 (13:12) hieß es nach 60 Minuten für die Gäste vom SV Jahn Bad Freienwalde. Beste Torschützen auf Perleberger Seite waren Danilo Helmdach und Toralf Hampel, die je fünf Treffer erzielten.
Das es an der Pleite nichts zu deuteln gab, räumte auch Perlebergs Trainer Wolfgang Heil ein. „Der Sieg für Bad Freienwalde geht absolut in Ordnung.“ Gründe für die Heimniederlage, durch die die Blau-Weißen in der Tabelle auf Rang sieben abrutschten, gab es einige. Da war zum einen die angespannte Personalsituation. So musste, neben Gordon Wudke und dem Langzeitverletzten Marcel Domagala, mit Mirko Helmdach das Hirn der Mannschaft vor Spielbeginn krankheitsbedingt passen. „Mirko hat uns als Spielgestalter und Vollstrecker an allen Ecken gefehlt“, gab Wolfgang Heil unumwunden zu.
Dem Coach missfiel aber auch, dass gerade die älteren Spieler diesmal nicht in der Lage waren, Verantwortung zu übernehmen, sondern nur mitspielten. „Wir waren in den entscheidenden Situationen zu hektisch, haben zu überhastet abgeschlossen. Es fehlte einigen Spielern von uns die Spielübersicht, um Überzahlsituationen zu erkennen.“
Bis zur Halbzeit (12:13) konnte sich kein Team entscheidend absetzen, wechselte die Führung mehrmals. Das die phasenweise zu pomadig agierenden Gastgeber keinen größeren Rückstand hinterherlaufen mussten, lag auch an Torhüter Veiko Springmann. Gleich acht Mal kaufte er den Freienwalder Angreifern den Schneid ab und hielt sein Team so im Spiel.
Nach dem Wechsel erwischten die Gäste den besseren Start und zogen auf 20:15 davon. Die Blau-Weißen, bei denen Sören Dieme nach überstandener Nasen-OP erstmals wieder zum Zug kam, konnten das Ruder anschließend nicht mehr herumreißen. Lediglich zweimal, beim Stand von 19:21 und 20:22 (48.), lagen die Perleberger noch in Schlagdistanz. Am Ende nützte aber auch die offensive Verteidigung (Manndeckung) der Heimsieben nichts mehr. Die Kurstädter brachten den Vorsprung sicher nach Hause.
Christian Schubert: Abschied nach 17 Jahren
Trotz seiner vier Tore verabschiedete sich Christian Schubert so mit einem Negativerlebnis vom Team. Nach 17 Jahren im Trikot der Blau-Weißen zieht es den Linkshänder beruflich zur Bundespolizei nach Frankfurt/Main. „Es war eine schöne Zeit“, erklärt der 23-Jährige mit etwas Wehmut rückblickend . „Die Handballer waren wie eine kleine Familie für mich.“ Das es in seinem letzten Spiel für die Perleberger Handballer nicht zum Sieg reichte, machte Schubert, der schon in den zurückliegenden Wochen kaum noch zum Zuge kam, auch an fehlenden personellen Alternativen fest. „Gerade am Kreis haben uns die Leistungsträger gefehlt. Trotzdem hat es noch einmal viel Spaß gemacht.“
Seinen nun ehemaligen Mitstreitern wünscht er für die Zukunft alles Gute. „Ich hoffe, dass es in der kommenden Saison wieder aufwärts geht, sich die jungen Spieler integrieren.“ So wie er selbst, als er 17-jährig das erste Mal für die Perleberger Männermannschaft auflief. „Ich wünsche Christian für die Zukunft alles Gute. Er hat uns über viele Jahre, trotz der Doppelbelastung auch als Leichtathlet, geholfen“, so Trainer Wolfgang Heil.
Perleberg: Springmann, St. Schubert, Jähnigen – Köhler, Hampel (5 Tore), Franke (1), Neudmann (4), Dohnert (1), Chr. Schubert (4), Dieme (1), D. Helmdach (5), Bär (4), Großer
Spielfilm: 1:0, 4:2, 6:6, 10:10, 12:11 HZ 12:13 – 13:16, 15:20, 20:22, 22:26, 25:28.
Zeitstrafen: 2:5
Zuschauer: 260
Schiedsrichter: Ralf-Peter Dallmann / Robert Jex (MTV Altlandsberg)
Punktspielbericht vom 21.01.2012
von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 24.01.2012)
Perleberger beenden schwarze Serie in Auswärtsspielen
Im siebten Anlauf hat es geklappt: Mit dem 29:24 (13:13) beim MTV Altlandsberg II haben die Verbandsliga-Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg ihren ersten Erfolg in dieser Saison in fremder Halle gelandet. Mit jetzt 10:16 Punkten liegen die Blau-Weißen auf Tabellenrang fünf.
„Das war ein ganz wichtiger Sieg in einem Vier-Punkte-Spiel. Für Altlandsberg war es wohl die letzte Chance, vielleicht doch noch den Klassenerhalt zu schaffen“, sagte der Perleberger Co-Trainer Mirko Helmdach nach dem Sieg beim Schlusslicht. Aber die zwei Punkte fielen den Prignitzern nicht in den Schoß, die stark ersatzgeschwächte Mannschaft musste kämpfen. „Und ich hätte auch nicht unbedingt damit gerechnet, dass wir das mit diesem Kader schaffen“, erklärte Mirko Helmdach angesichts der Ausfälle von Sören Dieme, Marcel Domagala, Oliver Woelke, Danilo Helmdach und Christian Schubert.
In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Teams zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Kurz vor der Pause zog die Altlandsberger Reserve auf 13:9 davon, doch die Perleberger wehrten sich und schafften bis zum Wechsel den 13:13-Ausgleich. Nach der Pause bot sich zunächst ein ähnliches Bild. Nach 45 Minuten lagen die Blau-Weißen erstmals mit zwei Toren vorn, bauten diesen Vorsprung bis auf fünf Treffer aus und ließen dann nichts mehr anbrennen.
„Ich hoffe, dass bei uns jetzt auswärts der Knoten geplatzt ist“, meinte der Perleberger Teamchef Mirko Großer. Mirko Helmdach lobte nach der Partie Torwart Vejko Springmann und vor allem die jungen Akteure der Blau-Weißen: „Ludwig Dohnert und Florian Bär haben nicht wegen ihrer Tore ihre Sache sehr gut gemacht“.
SV Blau-Weiß Perleberg: St. Schubert, Springmann (beide Tor) - Köhler (2), Wudke (3), Hampel (2), M. Helmdach (7), Neudmann (4), Dohnert (5), Bär (6)
Punktspielbericht vom 14.01.2012
von Torsten Gottschalk ("Der Prignitzer" vom 16.01.2012)
Einzigartige Atmosphäre bei Wittenberger Derbysieg
Verbandsliga-Handballer vom PHC bezwingen Perleberg nach starker 1. Halbzeit mit 29:24 (19:10)
Der PHC Wittenberge gewann am Samstagabend das prestigeträchtige Prignitz-Derby in der Handball-Verbandsliga Nord der Männer gegen den SV Blau-Weiß Perleberg mit 29:24 (19:10). In der ausverkauften OSZ-Halle erzielte Martin Hückel (7 Tore) die meisten Treffer für die Gastgeber, die mit dem Erfolg ihren zweiten Tabellenplatz verteidigten. Die Blau-Weißen hatten in Mirko Helmdach (11) ihren besten Schützen.
Was war das für ein Handball-Fest: Schon eine halbe Stunde vor Spielbeginn war die Wittenberger Halle ein Tollhaus, lieferten sich die Fans beider Lager einen stimmgewaltigen Schlagabtausch. Zum Glück für alle Beteiligten blieb es, bis auf ein paar Verbalattacken, das gesamte Spiel über friedlich auf den Rängen. „Die Kulisse war einzigartig. Das ist einfach unbeschreiblich, was hier bei einem Spiel der 6. Liga abgeht“, war PHC-Coach Boris Linnemann bei seinem ersten Prignitz-Derby begeistert von der Atmosphäre. Und auch Perlebergs Teammanager Mirko Großer sprach angesichts der friedlichen Stimmung auf und neben der Platte von „Werbung für den Prignitzer Handball.“
Sportlich hatte der PHC das Geschehen nach leichten Anlaufproblemen schnell im Griff. Mit variablen Angriffsspiel, von allen Positionen ausgehender Torgefahr sowie mit einem sich steigernden Steffen Tonello im PHC-Tor und exzellenter Deckungsarbeit zogen die Gastgeber den Blau-Weißen frühzeitig den Zahn. „Die Zusammenarbeit zwischen Abwehr und Torwart stimmte bei uns vor der Pause gar nicht“, grantelte Perlebergs Trainer Wolfgang Heil, der ab Mitte der ersten Halbzeit auch noch auf Sören Dieme (Verdacht auf Nasenbeinbruch) verzichten musste, hinterher. „Nicht alle Spieler haben sich an die Absprachen gehalten, sich in Einzelaktionen verstrickt, die uns nicht weiterbringen.“
Bei den Gästen strahlte einzig Mirko Helmdach Torgefahr aus, doch auf den Torjäger hatten sich die Gastgeber schnell eingestellt. Nach dem 11:7 durch eine Energieleistung von Chris O’Reily zogen die Wittenberger bis auf 18:7 (O’Reilly) davon. Beim Stand von 19:10 zur Pause schien die Partie für die Wittenberger entschieden.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten „die harschen Worte in der Kabine“ (Heil) und die Umstellung auf eine offensivere Deckung Wirkung. Vier Mal in Folge trafen die Blau-Weißen und verkürzten auf 14:19. Doch schnell war der der neue Schwung verpufft. Spätestens nach dem von Martin Giske verwandelten Siebenmeter zum 27:17 (45.) waren die berühmten Messen endgültig gesungen.
Danach ließen es die PHC-Spieler etwas gemächlicher angehen. Zudem avancierte Veiko Springmann im Gästetor zu einem großen Rückhalt, so dass den mit einer klaren Leistungssteigerung gegenüber dem ersten Abschnitt aufwartenden Perlebergern bis zum 29:24-Endstand noch ein wenig Ergebniskosmetik gelang. „Am Ende war es auf Grund der individuelleren Klasse ein verdienter Sieg des PHC“, waren sich Linnemann, Großer und sicher auch ein Großteil der Zuschauer einig.
Statistik
Wittenberge: Tonello, Jahns (beide Tor) – Giske (4/1 Siebenmeter), Cesla (2), Rosenau (4), Walenciak (2), Hückel (7), Jüchert (1), Richter (3), O'Reilly (2), Frew, Bebber, Maske (4), Prieß.
Perleberg: St. Schubert, Springmann, Jähnigen (alle Tor) – Köhler, Wudke, Hampel (2), M. Helmdach (11/6), Franke (1), Neudmann (7), Dieme, D. Helmdach (1), Woelke (1), Bär (1), Dohnert.
Spielfilm: 0:1, 2:2, 5:2, 9:5, 11:7, 16:7, HZ 19:10 – 19:14, 24:15, 27:17, 28:21, Endstand 29:24 Zeitstrafen: 6:4 Siebenmeter: 3/1:7/6
SR: Hartmut Diederich / Karl-Heinz Hirthe (HSC 2000 Frankfurt/Oder).
Spielbericht vom Pokalspiel am 08.01.2012
von Oliver Knoll ("Der Prignitzer" vom 10.01.2012)
Nach Ostsee-Trip Perleberg zwölf Tore eingeschenkt
Blau-Weiß-Trainer Wolfgang Heil trotz 33:40-Pokal-Aus gegen Altlandsberg mit seinem Team zufrieden
Das Pokal-Aus mit dem 33:40 (18:20) gegen den MTV 1860 Altlandsberg haben die Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg abgehakt. Die teilweise gute Vorstellung gegen den klassenhöheren Brandenburgligisten macht den Perlebergern Mut für das bevorstehende Verbandsliga-Derby am kommenden Sonnabend (17 Uhr) beim PHC Wittenberge in der OSZ-Halle.
„Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden, habe keine Kritikpunkte an der Leistung der Mannschaft. Unter diesen Voraussetzungen, also ohne Marcel Domagala und Christian Schubert, war das schon in Ordnung“, sagte der Perleberger Trainer Wolfgang Heil. Und irgendwie klang dabei ein bisschen Stolz heraus, den Favoriten geärgert zu haben.
„Die Niederlage ist um vier Tore zu hoch ausgefallen. Aber wir hatten am Ende auch keine Siegchance mehr. Altlandsberg war schon eine Klasse besser“, fügte der Coach hinzu. Und kam auch kurz auf einige nicht ganz verständliche Schiedsrichterentscheidungen zu sprechen. Spielentscheidend waren diese nicht. Aber von außen entstand ab und zu der Eindruck, Sebastian Bork und Nico Schween (Oranienburg) gaben den Gästen manchmal etwas zu viel vom Bonus des höherklassigen Teams.
Einen ganz dicken Bonus hat sich bestimmt Pia Cybulski verdient. Vor allem wohl vom MTV-Trainer Ferenc Remes. Denn Pia Cybulski ist die Freundin des Altlandsberger Spielers Felix Erdmann und schlug ihrem Freund vor, das ihm von ihr geschenkte Wochenende an der Ostsee zu verkürzen, damit er am Pokalspiel teilnehmen konnte. Felix Erdmann bedankte sich dafür mit zwölf Toren und bildete mit Paul Gronwald (sechs Treffer) ein Duo auf den Außenpositionen, das die Perleberger Deckung vor viele unlösbare Probleme stellte.
Dennoch verkaufte sich Blau-Weiß vor den 350 Zuschauern in der Rolandhalle insgesamt nicht schlecht, schnupperte trotz Unterzahl nach der Roten Karte für Danilo Helmdach und dem 29:31-Anschluss per Siebenmeter von Toralf Hampel kurz an der Überraschung. Mehr aber auch nicht. In der Schlussphase fehlte dann auch die Kraft.
Blau-Weiß Perleberg: S. Schubert, Jähnigen, Springmann (alle Tor), Köhler (1), Wudke (1), Hampel (7), M. Helmdach (14), Franke, Neudmann (4), Dieme (1), D. Helmdach (5), Bär, Dohnert, Woelke
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